
Der Krieg ist ein Massaker von Leuten, die sich nicht kennen, zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren.
Bedeutung
Valéry formuliert eine der bittersten politischen Kriegsdefinitionen. Diejenigen, die sterben, kennen einander nicht; diejenigen, die profitieren oder entscheiden, kennen sich und bleiben außerhalb des Massakers. Der Satz entlarvt Krieg als Trennung von Opfer und Nutzen. Seine Schärfe liegt in der nüchternen Gegenüberstellung: Fremde töten Fremde für Interessen, die oft von anderen geordnet, verhandelt oder bewahrt werden. Das ist Anklage, nicht bloße Beobachtung. Die Formulierung zwingt dazu, zwischen Front, Entscheidungstisch und Nutzenempfängern zu unterscheiden.
Verwendung
Sehr passend ist das Zitat für Friedensreden, politische Kommentare, Unterricht zu Krieg und Macht oder Gedenkveranstaltungen mit klarer historischer Rahmung. Wegen seiner Härte sollte es nicht dekorativ verwendet werden, sondern dort, wo die moralische Anklage ausdrücklich getragen wird. Der Spruch spricht von Krieg und Massaker; er braucht deshalb einen ernsten politischen, historischen oder gedenkenden Rahmen.
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Über Paul Valéry
Über den Autor
Philosoph und Schriftsteller · Französisch · 1871 - 1945
Paul Valéry (1871–1945) war ein französischer Lyriker, Philosoph und Essayist, geboren in Sète, der mit Werken wie „La Jeune Parque" die französische Moderne maßgeblich mitgestaltete.
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Paul Valéry steht für ein Werk, das weit über die eigene Epoche hinaus rezipiert wird. Paul Valéry wird häufig als französischer Philosoph, Essayist, Schriftsteller und Lyriker eingeordnet. Paul Valéry war als französischer philosoph und schriftsteller prägend für die kulturelle Debatte der eigenen Zeit. Das Werk von Paul Valéry wirkt bis heute in Literatur, Bildung und öffentlichen Debatten nach.

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Politik ist die Kunst, die Leute daran zu hindern, sich um das zu kümmern, was sie angeht
— Paul Valéry
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— Paul Valéry
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— Paul Valéry
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