
Auch Besiegte fasst Wut bisweilen und Tapferkeit
Bedeutung
Tacitus richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen mut und schwäche. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie keine lange Erklaerung braucht, sondern einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Der historische Klang gehoert zur Aussage dazu und verlangt Kontext, damit sie nicht als einfache Zustimmung zu alten Machtbildern missverstanden wird.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Leben, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Die Formulierung steht in einem zeitgebundenen historischen Horizont; sie passt heute nur mit Kontext, nicht als unkommentierte Empfehlung.
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Über Tacitus
Über den Autor
Römisch · 58 - 116 n. Chr.
Publius Cornelius Tacitus (58–120 n. Chr.) war römischer Senator und Geschichtsschreiber, dessen Annalen und Historien die Kaiserzeit Roms detailliert überliefern.
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Neben den Geschichtswerken verfasste Tacitus mit der Germania die bedeutendste antike Einzeldarstellung germanischer Stämme – ein Text mit folgenreicher und problematischer Rezeptionsgeschichte. Weitere erhaltene Werke sind der Agricola, eine Biografie seines Schwiegervaters, sowie der Dialogus de oratoribus über die Redekunst.

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In dem verdorbensten Staat gibt es die meisten Gesetze.
— Tacitus
Früher litten wir an Verbrechen, heute an Gesetzen.
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— Tacitus
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— Novalis
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