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Ein Dramatiker stirbt heute nicht einmal, sondern mehrmals, umgebracht von den …

Spruchbild: Ein Dramatiker stirbt heute nicht einmal, sondern mehrmals, umgebracht von den Regisseuren …

Ein Dramatiker stirbt heute nicht einmal, sondern mehrmals, umgebracht von den Regisseuren seiner Stücke.

Bedeutung

August Bebel formuliert eine satirische Klage über Theaterinszenierungen. Der Dramatiker stirbt nicht einmal, sondern immer wieder, weil Regisseure seine Stücke nach Meinung des Spruchs verfälschen oder überformen. Das Wort umgebracht ist hier metaphorisch und zugespitzt: Gemeint ist die Angst, dass ein Werk durch jede Inszenierung beschädigt werden kann. Der Satz verteidigt Autorenschaft gegen übermächtige Deutung, Regieeinfälle, Eitelkeit, Kürzungen, Aktualisierungen und selbstbewusste Bearbeitung auf Kosten des Textes.

Verwendung

Das Zitat passt zu Theaterkritiken, Gesprächen über Regietheater, Literaturadaptionen oder humorvollen Kommentaren nach einer eigenwilligen Inszenierung. Wegen der drastischen Mordmetapher sollte es klar als satirische Kunstkritik verwendet werden, nicht in ernsten Trauer- oder Gewaltkontexten, sondern auf Bühnenfragen und Regieentscheidungen bezogen.

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Über August Bebel

Über den Autor

Politiker · Deutsch · 1840 - 1913

August Bebel (1840–1913) gründete 1869 mit Wilhelm Liebknecht die Sozialdemokratische Arbeiterpartei und war als „Arbeiterkaiser" gefeierter Langzeit-Reichstagsabgeordneter des Kaiserreichs.

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Ab 1892 führte Bebel die SPD als einer ihrer beiden Vorsitzenden bis zu seinem Tod 1913. Seinen politischen Ursprung hatte er im liberal-demokratischen Vereinswesen von Arbeitern und Handwerkern, bevor er sich dem Marxismus zuwandte. Auch während der staatlichen Repressionen durch das Sozialistengesetz behauptete er sich als zentrale Figur der deutschen Arbeiterbewegung.

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