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Man muss sich beeilen, wenn man etwas sehen will

Spruchbild: Man muss sich beeilen, wenn man etwas sehen will,  alles verschwindet

Man muss sich beeilen, wenn man etwas sehen will, alles verschwindet

Bedeutung

Cezanne beschreibt Vergänglichkeit aus der Perspektive eines Malers. Wer etwas sehen will, muss sich beeilen, weil Licht, Farbe, Stimmungen und Augenblicke unaufhörlich wechseln. Der Satz ist keine hektische Lebensregel, sondern ein Hinweis auf die Flüchtigkeit des Sichtbaren. Wahrnehmung braucht Gegenwart und Entschlossenheit. Was eben noch da war, kann im nächsten Moment verschwunden sein. Darin liegt zugleich Melancholie und eine Aufforderung zu genauer Aufmerksamkeit. So bleibt Sehen als dringliche Gegenwartserfahrung verständlich.

Verwendung

Passt zu Kunstunterricht, Fotografie, Naturbeobachtung, Reiseberichten, Ausstellungen oder Texten über Vergänglichkeit. Der Ton ist wach und leicht melancholisch. Besonders geeignet ist der Spruch, wenn ein einmaliger Moment festgehalten oder bewusst wahrgenommen werden soll. Auch in kurzen Einleitungen oder redaktionellen Begleittexten lässt er sich gut einordnen.

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Über Paul Cezanne

Über den Autor

Französisch · 1839 - 1906

Paul Cezanne (1839–1906) malte Mont Sainte-Victoire, Stillleben und Badende und zerlegte Formen in Farbflächen.

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Er arbeitete zurückgezogen in Aix-en-Provence und stand früh in Verbindung mit Émile Zola und den Impressionisten. Cézanne suchte Dauer und Konstruktion jenseits flüchtiger Lichtwirkung. Seine Bildauffassung wurde für Kubismus und Moderne zu einem zentralen Bezugspunkt.

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