
Die Scheinheiligkeit der Politiker ist größer als der Mount Everest.
Bedeutung
Messner – bekannt als jemand, der Extremes kennt – wählt den höchsten Berg der Welt als Maßstab. Das Bild ist absichtlich überwältigend: Politische Scheinheiligkeit ist nicht nur groß, sie ist schlechthin unerreichbar in ihrer Dimension. Das ist keine differenzierte Politikkritik, sondern ein Maximalvorwurf in einem bildstarken Satz. Die Schärfe entsteht aus dem Verhältnis von Macht, Verantwortung und öffentlicher Wirkung. Der Satz ist deshalb mehr als eine Laune: Er prüft, wer handelt, wer schweigt und welche Folgen politisches Denken im Alltag hat.
Verwendung
Als scharfer Kommentar auf politische Glaubwürdigkeit. Passend als ironisches Zitat in politischen Diskussionen, als Witz über Politiker-PR oder als Einstieg in Debatten über Authentizität in der Politik. Passend ist er für politische Bildung, Kommentare, Reden oder Diskussionen, in denen die zugespitzte Aussage bewusst getragen wird. Ein konkreter Anlass verhindert, dass der Satz nur pauschal klingt.
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Über Reinhold Messner
Über den Autor
Politiker · Italienisch · *1944
Reinhold Messner (*1944) bestieg als Erster alle 14 Achttausender ohne Flaschensauerstoff (1970–1986) und erreichte 1978 mit Peter Habeler erstmals den Everest ohne Atemhilfe.
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1978 bezwang Messner den Nanga Parbat als erster Mensch einen Achttausender im Alleingang; 1980 folgte der Everest – ebenfalls solo und ohne Flaschensauerstoff. Darüber hinaus durchquerte er die Antarktis (1989/90), Grönland (1993) und die Wüste Gobi (2004) und gründete mehrere Bergmuseen in Südtirol.

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Ich hoffe, weiterhin fähig zu bleiben, immer wieder neue Täume zu finden.
— Reinhold Messner
Seine Seele zeigt der Mensch nur in seinem Tun
— Reinhold Messner
Retten können wir die Berge nur, wenn wir sie begreifen - mit den Händen, den Sinnen, dem Herzen.
— Reinhold Messner
Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Zweifle an der Sonne Klarheit, zweifle an der Sterne Licht, zweifle, ob lügen kann die Wahrheit, nur an meiner Liebe …
— William Shakespeare
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