
Jene, die ihre Sehnsucht zu zügeln wissen, können das nur, weil ihre Sehnsucht schwach genug ist, beherrscht zu werden.
Bedeutung
William Blake richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen können und macht. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Zufriedenheit, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
Wie gefällt dir dieser Spruch?
Durchschnittsbewertung: 4.60 von 5 (5 Stimmen)
Gewichtete Bewertung (Bayesian): 4.04 von 5
Über William Blake
Über den Autor
Dichter · Englisch · 1757 - 1827
William Blake (1757–1827) war ein englischer Dichter, Maler und Naturmystiker, der als Erfinder der Reliefradierung zu Lebzeiten kaum Anerkennung fand.
Mehr erfahren
Sein künstlerisches und literarisches Werk wurde von seinen Zeitgenossen weitgehend abgelehnt. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckten die Präraffaeliten seine innovativen Arbeiten, die schließlich auch in der Popkultur Verbreitung fanden. Die erste Gesamtausgabe seiner Werke gab 1893 der irische Dichter William Butler Yeats gemeinsam mit Edwin Ellis heraus.

Ähnliche Sprüche
Es ist einfacher einem Feind zu vergeben, als einem Freund
— William Blake
Der erste Gedanke ist der gute in der Kunst - in anderen Dingen ist es der zweite.
— William Blake
Eine Wahrheit in böser Absicht berichtet, schlägt alle Lügen, die man erfinden kann
— William Blake
Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht
— Abraham Lincoln
Mehr von diesem Autor
Alle Sprüche von William Blake →