
Wer an Christian säet Lein, bringt schönen Flachs in seinen Schrein. (03. April)
Bedeutung
Der Namenstag des heiligen Christian am 12. März galt im volkskundlichen Agrarkalender als günstiger Termin für die Leinaussaat: Wer an diesem Tag Lein sät, kann laut dem Spruch auf schönen, hochwertigem Flachs hoffen. Der Flachs- und Leinanbau war in früheren Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig, aus dem Textilien und Öl gewonnen wurden. Der Spruch fasst eine Erfahrungsregel zusammen: Der Christianstag fällt in den März, wenn der Boden für Lein ideal vorbereitet ist und die Keimtemperaturen passen.
Verwendung
Geeignet für volkskundliche Texte über Lein- und Flachsanbau, Sammlungen zu deutschen Bauernregeln im Frühjahr oder Beiträge über traditionelle Anbaukalender und Heiligengedenktage als Aussaattermine. Auch passend für Texte zur Geschichte des Leinanbaus, heimatkundliche Publikationen oder Materialien über bäuerliche Landwirtschaft im Frühjahrsrhythmus.
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