
Leinsamen säen an St. Ezechiel, dem 100, Tag nach Neujahr, so gedeiht er wunderbar. (10. April)
Bedeutung
Diese Bauernregel verbindet einen bestimmten Kalendertag mit einer Beobachtung aus Natur, Wetter oder Ernte. Ihre Bedeutung liegt weniger in verlaesslicher Vorhersage als im alten Versuch, Jahreszeiten aufmerksam zu lesen und Erfahrungen weiterzugeben. Der Spruch macht sichtbar, wie eng Arbeit, Hoffnung und Wetter frueher miteinander verbunden waren und warum solche Saetze als Merkhilfen im Alltag dienten. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in Kalenderblaetter, regionale Sammlungen, Garten- oder Wettertexte und kleine saisonale Hinweise. Als praktische Wetterprognose sollte er nicht ausgegeben werden; stimmig ist er vor allem als volkstuemliche Erinnerung an Jahreslauf und Brauchtum. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Säen am 1. April, verdirbt den Bauern mit Stumpf und Stiel.