
Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden, auch wenn du alle Wege durchwanderst. So tiefen Grund hat sie.
Bedeutung
Heraklit formuliert eine paradoxe Einsicht über die menschliche Seele: Sie ist so tief, dass kein Weg sie ganz erschließt. Das Bild des Wanderns durch alle Wege und des Nicht-Findens ist eindringlich: Die Seele hat einen Grund, aber dieser Grund entzieht sich jedem Zugriff. Das Zitat ist eine frühe philosophische Aussage über die Unergründlichkeit des Innenlebens und zugleich eine Einladung, die Tiefe des eigenen Wesens anzuerkennen und zu respektieren.
Verwendung
Passt in Texte über Spiritualität, Philosophie oder die Unergründlichkeit der menschlichen Seele und ihrer Tiefe. Geeignet als Einstiegszitat für Essays über Heraklit, Vorsokratiker oder den inneren Weg der Selbstkenntnis. Auch gut in religiösen oder philosophischen Texten über das Wesen des Menschen.
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Über Heraklit von Ephesos
Über den Autor
Philosoph · Antik-Griechisch · 550 - 480 v. Chr.
Heraklit von Ephesos (um 520–460 v. Chr.) war ein vorsokratischer Philosoph, dessen Lehre vom ewigen Wandel aller Dinge später auf die Formel „panta rhei" verkürzt wurde.
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Sein Werk ist nur in Zitaten späterer Autoren überliefert – kurze Fragmente voller Aphorismen, Paradoxien und Wortspielen. Neben dem Prinzip des beständigen Werdens und Wandels beschäftigte ihn der Begriff des Logos als vernunftgemäße Weltordnung sowie die spannungsgeladene Einheit von Gegensätzen wie Tag und Nacht oder Eintracht und Zwietracht.

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