
Das Glück, das dir am meisten schmeichelt, betrügt dich am ehesten.
Bedeutung
Kafka warnt vor einem Glück, das schmeichelt und dadurch blind macht. Besonders angenehm wirkende Umstände können täuschen, wenn sie Eitelkeit nähren oder kritische Aufmerksamkeit ausschalten. Der Spruch richtet sich gegen die Versuchung, Glück automatisch mit Wahrheit oder Sicherheit zu verwechseln. Was sich gut anfühlt, kann dennoch trügerisch sein. Deshalb braucht auch Freude eine wache, ehrliche Selbstprüfung. Gerade schmeichelhafte Situationen verlangen deshalb besondere Nüchternheit und einen Blick auf mögliche Folgen. im Erfolg
Verwendung
Passend für nachdenkliche Texte über Glück, Selbsttäuschung, Erfolg oder Eitelkeit. Der Spruch eignet sich, wenn ein scheinbar günstiger Moment kritisch betrachtet werden soll, ohne Glück grundsätzlich abzuwerten. Besonders passend ist er bei Erfolgsgeschichten, die auch Versuchung, Eitelkeit oder Selbsttäuschung reflektieren. Er braucht einen ernsten Rahmen.
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Über Franz Kafka
Über den Autor
Schriftsteller · Österreichisch · 1883 - 1924
Franz Kafka (1883–1924), Prager Schriftsteller, schuf mit Romanen wie „Der Process" und „Das Schloss" so prägende Werke, dass sein Name zum Adjektiv „kafkaesk" wurde.
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Seine Romanfragmente und Erzählungen erschienen größtenteils erst nach seinem Tod – gegen seinen ausdrücklichen letzten Willen, veröffentlicht von seinem Freund und Nachlassverwalter Max Brod. Kafka schrieb auf Deutsch, lebte jedoch in Prag und trug auch einen hebräischen Namen: Anschel. Heute gehören seine Werke zum Kanon der Weltliteratur.
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