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Was einer ist, was einer war

Spruchbild: Was einer ist, was einer war, beim Scheiden wird es offenbar. Wir hören's nicht, wenn Gott …

Was einer ist, was einer war, beim Scheiden wird es offenbar. Wir hören's nicht, wenn Gottes Weise summt, wir schaudern erst, wenn sie verstummt

Bedeutung

Hans Carossa beschreibt, wie der Wert eines Menschen oft erst beim Abschied sichtbar wird. Was einer war, wird beim Scheiden offenbar; Gottes Weise summt im Leben leise, und erst ihr Verstummen erschüttert uns. Das Bild ist literarisch und religiös gefärbt. Es würdigt die unscheinbare Gegenwart eines Menschen, die im Verlust plötzlich als unersetzlich erkannt wird. Das Verstummen macht hörbar, was zu Lebzeiten oft überhört wurde.

Verwendung

Der Spruch eignet sich für Nachrufe, Trauerreden, Gedenktexte oder Kondolenzkarten mit literarischem Ton. Er passt, wenn die Bedeutung eines Menschen erst im Abschied ganz bewusst wird. Eine persönliche Würdigung sollte den literarischen Ton ergänzen. Die Verbindung aus Tod, Gottesbild und Erschütterung macht den Spruch sensibel und nur in echter Trauer passend.

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Über Hans Carossa

Über den Autor

Schriftsteller · Deutsch · 1878 - 1956

Hans Carossa (1878–1956) verband ärztliche Erfahrung mit autobiografischer Prosa in Büchern wie „Der Arzt Gion“ und „Führung und Geleit“.

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Er führte zunächst eine Landarztpraxis in Bayern, bevor er sich ganz dem Schreiben zuwandte. Seine Werke setzen auf Innenschau, Erinnerung und eine ruhige, klassizistische Sprache. Während des Nationalsozialismus nahm er öffentliche Rollen nur zögerlich an und hielt Distanz zur Propaganda.

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