
Schwer ist zu tragen das Unglück, aber schwerer das Glück.
Bedeutung
Friedrich Hölderlin kehrt eine verbreitete Vorstellung um: Nicht das Unglück, sondern das Glück ist letztlich die schwerere Last. Glück verpflichtet, bringt Angst vor dem Verlust, fordert Würde im Umgang damit und erzeugt tiefe Verantwortung. Wer Unglück trägt, kämpft gegen das Schicksal; wer Glück trägt, kämpft gegen die eigene innere Unfähigkeit, damit standhaft umzugehen. Hölderlin, der selbst tragisch zwischen Genie und Wahnsinn lebte, formuliert diese Spannung aus authentisch erlebter Tiefe.
Verwendung
Gut geeignet für tiefgründige Texte über Glück, Verantwortung, Würde und menschliche Psychologie. Passt zu Essays über Lebensphilosophie und Gesprächen über das Paradox des Glücks und seine innere Last. Ideal für nachdenkliche Leser, die Hölderlins Werk kennen oder seine dichterische Tiefe entdecken wollen.
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Über Johann Christian Friedrich Hölderlin
Über den Autor
Deutsch · 1770 - 1843
Friedrich Hölderlin (1770–1843) war ein deutscher Lyriker, dessen Werk sich weder der Weimarer Klassik noch der Romantik zuordnen lässt.
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Geboren in Lauffen am Neckar, verbrachte Hölderlin seine letzten 36 Lebensjahre in geistiger Umnachtung in einem Tübinger Turmzimmer am Neckar. In dieser Zeit entstanden dennoch weiterhin Gedichte, die er mit dem Pseudonym „Scardanelli" unterzeichnete.

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Wie unvermögend ist doch der gutwilligste Fleiß der Menschen gegen die Allmacht der ungeteilten Begeisterung.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
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— Platon
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