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Man lebt zweimal:

Spruchbild: Man lebt zweimal: das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.

Man lebt zweimal: das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.

Bedeutung

Balzac trennt das gelebte Leben von seinem Nachleben in der Erinnerung. Das erste Leben besteht aus Handlungen, Begegnungen und Gegenwart; das zweite entsteht in den Menschen, die zurückbleiben und das Erlebte weitertragen. Gerade in der Trauer kann dieser Gedanke trösten, weil er den Tod nicht verharmlost, aber eine bleibende Form von Nähe beschreibt. Erinnerung wird zu einem zweiten Dasein, das Liebe, Geschichten und Spuren bewahrt. Darin liegt eine ruhige Würdigung gelebter Beziehungen.

Verwendung

Besonders passend für Trauerkarten, Kondolenzschreiben, Nachrufe und Gedenkseiten. Der Spruch eignet sich, wenn die Erinnerung an einen Menschen im Mittelpunkt stehen soll, etwa bei Jahrestagen, Trauerfeiern oder persönlichen Worten an Angehörige, die Trost ohne religiöse Formulierung suchen und das Gewesene würdigen möchten, sehr behutsam.

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Über Honoré de Balzac

Über den Autor

Schriftsteller · Französisch · 1799 - 1850

Honoré de Balzac (1799–1850) schuf mit „La Comédie humaine" einen 88-teiligen, unvollendeten Romanzyklus über die französische Gesellschaft seiner Zeit.

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Obwohl er der Romantiker-Generation angehörte, wird Balzac gemeinsam mit Stendhal und Gustave Flaubert als einer der drei großen französischen Realisten des 19. Jahrhunderts betrachtet. Seine Romane und Erzählungen aus „La Comédie humaine" entwerfen ein panoramisches Gesellschaftsbild Frankreichs – von der Aristokratie bis zum Bürgertum.

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