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Ein Kind ist kein Gefäß, das gefüllt

Spruchbild: Ein Kind ist kein Gefäß, das gefüllt,  sondern ein Feuer, das entzündet werden will.

Ein Kind ist kein Gefäß, das gefüllt, sondern ein Feuer, das entzündet werden will.

Bedeutung

Francois Rabelais richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen ausdauer und kind. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.

Verwendung

Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Kinder, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.

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Über Francois Rabelais

Über den Autor

Französisch · 1494 - 1553

François Rabelais (1494–1553) schrieb mit dem Romanzyklus „Gargantua und Pantagruel" das herausragendste Prosawerk der französischen Renaissance.

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Rabelais vereinte in seiner Person mehrere Lebensrollen: Er war römisch-katholischer Ordensbruder und Weltpriester, praktizierender Arzt und Dozent der Medizin. Dieser breite Erfahrungshorizont aus Theologie, Wissenschaft und Humanismus floss in seinen satirischen Romanzyklus ein, der mit seiner derb-komischen Sprache und philosophischen Tiefe die europäische Literatur nachhaltig beeinflusste.

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