
Glück fragt nicht nach Recht.
Bedeutung
Das deutsche Sprichwort stellt Glück außerhalb rechtlicher oder moralischer Ordnung. Glück fragt nicht nach Recht: Es kommt nicht immer zu denen, die es verdienen, und bleibt nicht aus, wo es ungerecht scheint. Der Satz ist knapp und etwas bitter. Er beschreibt die Willkür des Glücks, nicht seine Schönheit. Gerade dadurch kann er trösten oder ernüchtern, weil er erklärt, warum Lebensglück nicht sauber nach Verdienst verteilt wird. Der Spruch lebt hier von Glück jenseits gerechter Verteilung, nicht von einer austauschbaren Moral.
Verwendung
Passend ist der Spruch für nachdenkliche Texte über Zufall, Erfolg, Ungerechtigkeit oder Lebensglück. Für fröhliche Glückwunschkarten ist er nur bedingt geeignet, weil sein Ton eher nüchtern und leicht fatalistisch ist. Der passende Rahmen entsteht durch Glück jenseits gerechter Verteilung, nicht durch eine beliebige Spruchsammlung. Ein Hinweis auf Zufall oder ungerechte Verteilung hält den Spruch nüchtern.
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