
Was immer du tust, irgendwann wirst du es bereuen
Bedeutung
Thomas von Aquin formuliert eine unbequeme Wahrheit: Jede Entscheidung – ob getroffen oder unterlassen – trägt das Potenzial der Reue in sich. Vollkommene Gewissheit gibt es nicht, und wer auf sie wartet, wartet ewig. Das sollte uns nicht lähmen, sondern zur Akzeptanz menschlicher Unvollkommenheit führen. Der bleibende Wert liegt darin, dass die Formulierung eine Erfahrung schärfer macht, als ein längerer erklärender Text es könnte. Die Zuspitzung macht den Gedanken einprägsam: Eine größere Wahrheit wird nicht ausgebreitet, sondern in einem Bild, Gegensatz oder knappen Urteil konzentriert.
Verwendung
Als philosophischer Trost für Unentschlossene oder nach schwierigen Entscheidungen. Passend als Einladung, trotz möglicher Reue zu handeln – denn auch Untätigkeit birgt dieselbe. Der Satz ist sehr pessimistisch und sollte nicht als Tagesimpuls erscheinen, wenn Menschen gerade unter Schuldgefühlen oder Entscheidungsdruck stehen. In einer Rede sollte der Anlass knapp benannt werden, damit die Pointe nicht nur klug wirkt, sondern wirklich trifft.
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Über Thomas von Aquin
Über den Autor
Philosoph · 1225 - 1274
Thomas von Aquin (1225–1274) war ein italienischer Dominikanerpriester, dessen scholastische Synthese von Philosophie und katholischer Theologie bis heute im Neuthomismus nachwirkt.
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Die Kirche verlieh ihm den Ehrentitel „Doctor Angelicus" und verehrt ihn als Heiligen. Sein umfangreiches Werk gilt bis heute als Lehrstandard an theologischen Universitäten der römisch-katholischen Kirche. Geboren nahe Roccasecca in Italien, verbrachte er sein Leben im Dominikanerorden und starb 1274 in Fossanova.

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