
Wenn dir jemand erzählt, dass die Seele mit dem Körper zusammen vergeht, und dass das, was einmal tot ist, niemals wiederkommt, so sage ihm: Die Blume geht zugrunde, aber der Same bleibt zurück und liegt vor uns, geheimnisvoll, wie die Ewigkeit des Lebens.
Bedeutung
Khalil Gibran setzt dem Gedanken endgültiger Vernichtung ein Naturbild entgegen. Die Blume vergeht, doch der Same bleibt als Zeichen von Fortdauer, Geheimnis und Zukunft. Der Spruch spricht nicht nüchtern biologisch, sondern tröstend und spirituell: Aus dem Tod wird kein einfaches Ende, sondern ein Übergang in etwas Unfassbares. Gerade deshalb kann er Trauernden Halt geben, braucht aber einen behutsamen Rahmen. Wer den Spruch liest, begegnet weniger einer Antwort als einem behutsamen Hoffnungsbild.
Verwendung
Der Spruch eignet sich für Trauerkarten, Gedenkreden, Kondolenztexte oder Erinnerungsseiten, wenn eine poetische und eher spirituelle Sprache willkommen ist. Er passt besonders bei Menschen, die Naturbilder als Trost empfinden. Eine ruhige Naturgestaltung unterstützt den Ton des Textes. Der Spruch deutet Tod und Fortleben religiös-poetisch; er sollte nur verwendet werden, wenn solche Trostbilder willkommen sind.
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Über Khalil Gibran
Über den Autor
Dichter · 1883 - 1931
Khalil Gibran (1883–1931) war ein libanesisch-amerikanischer Dichter, Philosoph und Maler, geboren in Bischarri im Osmanischen Reich, gestorben in New York.
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Khalil Gibran steht für ein Werk, das weit über die eigene Epoche hinaus rezipiert wird. Khalil Gibran wird häufig als libanesischer Künstler und Dichter eingeordnet. Mit der Rolle als dichter prägte Khalil Gibran das öffentliche Denken der eigenen Epoche. Das Werk von Khalil Gibran wirkt bis heute in Literatur, Bildung und öffentlichen Debatten nach.
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