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Das Tröpflein wird das Meer, wenn es ins Meer gekommen

Spruchbild: Das Tröpflein wird das Meer, wenn es ins Meer gekommen,  die Seele Gott, wenn sie in Gott  …

Das Tröpflein wird das Meer, wenn es ins Meer gekommen, die Seele Gott, wenn sie in Gott aufgenommen.

Bedeutung

Angelus Silesius verbindet mystische Gottesnähe mit einem Wasserbild. Das Tröpflein wird Meer, wenn es ins Meer gelangt; ebenso wird die Seele Gott, wenn sie in Gott aufgenommen wird. Gemeint ist keine alltägliche Selbststeigerung, sondern eine radikale Vereinigung im religiösen Sinn. Das Bild löst die Grenze zwischen Teil und Ganzem auf: Die einzelne Seele findet ihre Erfüllung, indem sie in der göttlichen Weite aufgeht und heimkehrt.

Verwendung

Passend für mystische Texte, geistliche Betrachtungen, Andachten oder anspruchsvolle Trauer- und Glaubenskontexte. Der Spruch eignet sich, wenn Verschmelzung mit Gott als Bild für letzte Geborgenheit gemeint ist. Wegen seiner starken religiösen Sprache sollte er nur verwendet werden, wenn dieser Ton gewünscht ist.

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Über Angelus Silesius

Über den Autor

Dichter · Deutsch · 1624 - 1677

Angelus Silesius (1624–1677), eigentlich Johannes Scheffler, war ein schlesischer Lyriker, Arzt und Theologe, dessen mystische Epigramme zur Barocklyrik gehören.

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Sein Pseudonym „Angelus Silesius" ist Latein und bedeutet „Schlesischer Engel" oder „Schlesischer Bote". Er wurde am 25. Dezember 1624 in Breslau geboren und starb dort am 9. Juli 1677. Seine tiefreligiösen Epigramme verbinden theologisches Denken mit mystischer Lyrik und machten ihn zu einer der markantesten Stimmen der deutschen Barockliteratur.

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