
Mit einem Dieb kann man keine Kompromisse machen, es sei denn, du willst etwas von dir hergeben
Bedeutung
Das Sprichwort beschreibt eine asymmetrische Verhandlungssituation. Wer mit jemandem einen Kompromiss schließt, der grundsätzlich auf Nehmen ausgerichtet ist, kann dabei nur verlieren – jedes Entgegenkommen bedeutet automatisch eigenen Verlust. Der Dieb als Figur steht für jeden, der kein ehrliches Tauschinteresse hat. Die Ironie der Formulierung liegt darin, dass das es sei denn einen scheinbaren Ausweg öffnet, der keiner ist: Wer etwas hergeben will, hat keine Macht mehr, einen echten Kompromiss zu fordern. Verhandeln setzt voraus, dass beide Seiten ein Interesse an einem fairen Ergebnis haben.
Verwendung
In Verhandlungssituationen, Ratgebertexten über Grenzen setzen oder Gesprächen über den Umgang mit unehrlichen Partnern passt das Sprichwort gut. In Businesskontexten lässt es sich einsetzen, wenn Kooperationen mit unausgewogenen Interessenlagen diskutiert werden. Als allgemeines Lebensweisheitszitat funktioniert es, wenn die Gegenpartei klar eigennützig oder unehrlich handelt.
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