
Auf dem höchsten Thron der Welt sitzen wir doch nur auf unserem Hintern.
Bedeutung
Michel de Montaigne richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen bescheidenheit und welt. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Leben, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
Wie gefällt dir dieser Spruch?
Durchschnittsbewertung: 4.75 von 5 (4 Stimmen)
Gewichtete Bewertung (Bayesian): 4.04 von 5
Über Michel de Montaigne
Über den Autor
Philosoph · Französisch · 1533 - 1592
Michel de Montaigne (1533–1592) war französischer Jurist, Skeptiker und Humanist – vor allem aber Begründer der Essayistik als eigenständige Literaturgattung.
Mehr erfahren
Als dem katholischen Glauben verbundener Politiker bewegte er sich im Umfeld der französischen Monarchie in der Spätrenaissance und der beginnenden Gegenreformation. Seine auf Schloss Montaigne im Périgord verfassten „Essais" gelten als Geburtsstunde einer bis heute lebendigen Schreibform, die das eigene Denken und Erleben in den Mittelpunkt stellt.

Ähnliche Sprüche
Nichts verhindert den rechten Genuss so wie der Überfluss.
— Michel de Montaigne
Die Natur hat uns Menschen für das Zusammenleben geschaffen.
— Michel de Montaigne
Das Wichtigste ist, Lust und Liebe zur Sache zu wecken, sonst erzieht man nur gelehrte Esel.
— Michel de Montaigne
Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann.
Wir sind, was wir denken. Alles was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken machen wir die We …
— Buddha
Mehr von diesem Autor
Alle Sprüche von Michel de Montaigne →