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Es gibt keine reine Wahrheit

Spruchbild: Es gibt keine reine Wahrheit,  aber ebensowenig einen reinen Irrtum.

Es gibt keine reine Wahrheit, aber ebensowenig einen reinen Irrtum.

Bedeutung

Hebbel widerspricht einfachen Gegensätzen von Wahrheit und Irrtum. Keine Wahrheit ist völlig rein, weil jede Erkenntnis begrenzt, sprachlich gefasst und von Perspektive geprägt ist. Ebenso ist kaum ein Irrtum völlig leer; oft enthält er eine Teilbeobachtung, ein Bedürfnis oder eine missverstandene Spur. Der Satz macht Denken vorsichtiger. Er fordert, Urteile nicht absolut zu setzen, sondern Mischungen, Grenzen und Zwischentöne wahrzunehmen im Gespräch miteinander genau.

Verwendung

Geeignet für philosophische Texte, Streitkultur, Wissenschaft, Debatten oder Reflexionen über Irrtum und Erkenntnis. Der Spruch passt, wenn differenziertes Denken wichtiger ist als schnelle Gewissheit. Besonders hilfreich ist er in Diskussionen, in denen beide Seiten Anteil an Wahrheit und Verzerrung haben können.

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Über Christian Friedrich Hebbel

Über den Autor

Dramatiker · Deutsch · 1813 - 1863

Christian Friedrich Hebbel (1813–1863) schrieb die Trauerstücke Agnes Bernauer und Maria Magdalena sowie die bis heute maßgebliche Theaterfassung der Nibelungen.

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Hebbel wuchs in Wesselburen in Dithmarschen auf und starb 1863 in Wien. Neben seinen Dramen hinterließ er Liebes- und Naturgedichte wie Sommerbild und Herbstbild sowie Balladen und umfangreiche Tagebücher. Sein Werk gilt als ein Höhepunkt der Literatur des Realismus.

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Quadratisches Spruchbild: Es gibt keine reine Wahrheit,  aber ebensowenig einen reinen Irrtum.

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