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Die Liebe ist blind, das ist die gemeine Rede

Spruchbild: Die Liebe ist blind, das ist die gemeine Rede,  aber ist sie nicht im Gegenteil allein seh …

Die Liebe ist blind, das ist die gemeine Rede, aber ist sie nicht im Gegenteil allein sehend?

Bedeutung

Schleiermacher dreht die übliche Rede von der blinden Liebe um. Vielleicht sieht Liebe gerade mehr, nicht weniger, weil sie den geliebten Menschen nicht nur äußerlich, kritisch oder distanziert betrachtet. Die Frageform hält den Gedanken offen: Liebe kann täuschen, aber sie kann auch eine Wahrheit erkennen, die nüchterner Blick übersieht. Der Satz verteidigt Liebe als besondere Form des Sehens, nicht als bloßen Verlust von Urteil.

Verwendung

Passend für Liebesbriefe, Hochzeitsreden, philosophische Beziehungstexte oder Reflexionen über Wahrnehmung in der Liebe. Der Spruch eignet sich, wenn Liebe nicht naiv, sondern erkenntnisfähig erscheinen soll. Er wirkt besonders gut in anspruchsvollen, ruhigen Liebeskontexten, die Zwischentöne zulassen und ernst nehmen.

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Über Friedrich Schleiermacher

Über den Autor

Philosoph · 1768 - 1834

Friedrich Schleiermacher (1768–1834) war ein deutscher Theologe und Philosoph, der die Werke Platons ins Deutsche übersetzte und als Begründer der modernen Hermeneutik gilt.

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Schleiermacher wurde in Breslau geboren und wirkte schließlich in Berlin, wo er 1834 starb. Neben Theologie und Philosophie war er auch als Altphilologe, Publizist, Staatstheoretiker und Pädagoge tätig. Mit seiner Arbeit zur Hermeneutik legte er Grundlagen, die bis heute in der Interpret­ations­theorie nachwirken.

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