
Wir wissen von unsrer Seele wenig und sind sie selbst.
Bedeutung
Georg Christoph Lichtenberg, der Satiriker und Aphoristiker, formuliert in diesem Satz eine paradoxe und tiefe Aussage über Selbsterkenntnis: Wir wissen wenig von unserer Seele – und sind dennoch diese Seele selbst. Das Paradox liegt in der Gleichzeitigkeit von Nähe und Fremdheit: Man ist das, was man am wenigsten versteht. Lichtenberg, der selbst intensiv über die menschliche Psyche nachdachte und Beobachtungen über das Ich anstellte, beschreibt damit eine universale Erfahrung der Selbstfremdheit.
Verwendung
Passend als Lichtenberg-Zitat in Texten über Selbsterkenntnis, Seele und die Grenzen des Wissens über sich selbst sowie für philosophische und psychologische Beiträge über das Verhältnis von Selbst und Bewusstsein. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Geheimnisse des eigenen Inneren.
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Über Georg Christoph Lichtenberg
Über den Autor
Schriftsteller · Deutsch · 1742 - 1799
Georg Christoph Lichtenberg (1742–1799) war der erste deutsche Professor für Experimentalphysik und Begründer des deutschsprachigen Aphorismus.
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Als Physiker, Naturforscher und Mathematiker vereinte Lichtenberg Naturwissenschaft und Literatur in einer zur Aufklärungszeit seltenen Weise. Er lehrte an der Universität Göttingen, wo er bis zu seinem Tod wirkte und mit seinen sogenannten „Sudelbüchern" ein einzigartiges literarisches Werk hinterließ.

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