
Wer sich mit Wein betrinkt, wird wieder nüchtern, wer sich mit Reichtum betrinkt, niemals.
Bedeutung
Das afrikanische Sprichwort vergleicht zwei Arten von Rausch. Weinrausch vergeht, Reichtumsrausch kann dauerhaft den Blick verstellen. Gemeint ist nicht Besitz an sich, sondern eine Gier, die Maß, Menschlichkeit und Nüchternheit verdrängt. Die Aussage ist knapp und sozialkritisch: Materielle Fülle kann stärker betäuben als Alkohol, wenn sie zum einzigen Maßstab wird. Der nüchterne Ton macht die Warnung stärker, weil er den Rausch des Besitzes entlarvt.
Verwendung
Der Spruch passt zu Texten über Gier, Konsum, soziale Verantwortung oder wirtschaftliche Maßlosigkeit. Er eignet sich auch für Diskussionen über Werte und Zufriedenheit. Wichtig ist ein respektvoller Kontext, der ihn als Sprichwort und nicht als dekorative Exotik behandelt. Ein Bezug auf Maßhalten macht die Kritik klarer.
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