
Im Herbst steht in den Gärten die Stille für die wir keine Zeit haben.
Bedeutung
Victor Auburtin richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen herbst und ruhe. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Natur, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Victor Auburtin
Über den Autor
Schriftsteller · Deutsch · 1870 - 1928
Victor Auburtin (1870–1928) schrieb Feuilletons und Theaterkritiken und leitete zeitweise das Berliner Tageblatt.
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Er war für seinen pointierten Stil und seine Beobachtungen aus dem Berliner Kulturleben bekannt. Seine Texte erschienen in führenden Zeitungen der Kaiserzeit und Weimarer Republik. Daneben veröffentlichte er Essays, Glossen und kleinere literarische Arbeiten.

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