
In der Kinderwelt steht die ganze Nachwelt vor uns, in die wir, wie Moses ins Gelobte Land, nur schauen, nicht kommen.
Bedeutung
Jean Paul vergleicht die Welt der Kinder mit dem biblischen Gelobten Land: Man sieht es klar vor sich, aber man kann es als Erwachsener nicht mehr betreten. Kinder verkörpern die Zukunft der Menschheit – eine Welt, die den Älteren für immer verschlossen bleibt. Das Bild von Moses, der das Land von Ferne schaut ohne es betreten zu können, verleiht dem Gedanken Tiefe und religiöse Resonanz. Erwachsene bleiben stets Beobachter des Zukünftigen.
Verwendung
Passend für Texte über Kindheit, Generationenverhältnis und die Weitergabe von Hoffnung an die kommenden Generationen. Eignet sich für Festreden bei Taufen oder Kindergeburtstagen, für literarische Essays über Erinnerung, Vergänglichkeit und den sehnsüchtigen Blick der Älteren auf die unverbrauchte Welt der Kinder.
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Über Jean Paul
Über den Autor
Schriftsteller · Deutsch · 1763 - 1825
Jean Paul (1763–1825) war ein deutscher Dichter, dessen Werk zwischen Klassik und Romantik steht und der seinen Namen aus Bewunderung für Jean-Jacques Rousseau wählte.
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Eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, wurde er in Wunsiedel geboren und starb 1825 in Bayreuth. Er nahm den französischen Vornamen Jean als Hommage an den Philosophen Jean-Jacques Rousseau an. Sein literarisches Schaffen lässt sich keiner der großen Epochen eindeutig zuordnen und verbindet Elemente der Weimarer Klassik mit denen der Romantik.
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