
Die Kinder kennen weder Vergangenheit noch Zukunft, und - was uns Erwachsenen kaum passieren kann - sie genießen die Gegenwart.
Bedeutung
Jean de la Bruyère richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen gegenwart und genießen. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in Texte ueber Erziehung, Familie, Schule oder das Verhaeltnis zwischen Erwachsenen und Kindern. In Karten wirkt er besonders stimmig, wenn er mit einer konkreten Beobachtung zum Kind oder zur gemeinsamen Situation verbunden wird. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Jean de la Bruyère
Über den Autor
Schriftsteller · Französisch · 1645 - 1696
Jean de La Bruyère (1645–1696) war ein französischer Schriftsteller, dessen einziges Werk „Les Caractères" gesellschaftliche Typen und Sitten des Hoflebens unter Ludwig XIV. satirisch porträtierte.
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Jean de la Bruyère steht für ein Werk, das weit über die eigene Epoche hinaus rezipiert wird. Jean de la Bruyère wird häufig als französischer Schriftsteller eingeordnet. Jean de la Bruyère war als französischer schriftsteller prägend für die kulturelle Debatte der eigenen Zeit. Das Werk von Jean de la Bruyère wirkt bis heute in Literatur, Bildung und öffentlichen Debatten nach.
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— Jean de la Bruyère
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— Jean de la Bruyère
Zukunft - das ist die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.
Du magst den vergessen, mit dem du gelacht, aber nie den, mit dem du geweint hast.
— Khalil Gibran
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