Sprüche über Andenken
66 Sprüche — Seite 3
Ein Andenken bewahrt mehr als einen Gegenstand. In ihm lebt Erinnerung in greifbarer Form fort und verleiht Vergangenem eine stille Gegenwart. Darum besitzt das Thema eine zarte Tiefe, weil Andenken Menschen, Augenblicke und Gefühle festhalten, ohne dass ihr eigentlicher Wert im Materiellen liegen müsste.
Diese Sprüche über Andenken passen in Vorworte, Abschlussreden, Lehrtexte und persönliche Reflexionen. Sie laden dazu ein, innezuhalten und das eigene Urteilen zu hinterfragen – und sind daher ein wertvoller Impuls für Gespräche, die über die Oberfläche hinausgehen.
Wenn getrennt durch viele Meilen wir uns einst nicht wiedersehen, oh, so sollen diese Zeilen dir hier als Erinnerung stehen.
DU hast uns Freude geschenkt. WIR haben Dich sehr geliebt. DU gehörtest nicht uns. DU gehörtest nicht mir.
Wenn Berg und Tal sich trennen und wir uns nicht mehr kennen, dann schau, wer dieses Blatt, dir einst geschrieben hat.
Ein kleines Huhn, man glaubt es kaum, fraß Blätter von dem Gummibaum, dann ging es in den Hühnerstall und legte dort 'nen Gummiball. Und dieser Ball, der ist für dich, dann denkst du später mal a …
Ins Album schreib ich gern mich ein, weil ich nicht möcht vergessen sein. Doch lieber will ich im Herzen stehn, weil's Album könnt verloren gehn.
Unsere Freundschaft, die soll brennen, wie ein Fackellicht im Sturm. Freunde wollen wir uns nennen, bis Rapunzel fällt vom Turm.
Wenn du einst in stillen Stunden, nimmst dies Album in die Hand, und du hast dies Blatt gefunden, denk, den hab' ich auch gekannt!
Auch getrennte Freunde mit süßen Banden zu knüpfen, fand die gute Natur uns eine Sprache: die Schrift! Sie führt Seelen zusammen, die fern aneinander gedenken, führt den Seufzer herbei, der in den …
— Johann Gottfried Herder
Bleiben wird von uns nur, was wir dem Allgemeinen geweiht.
— Karl Ferdinand Gutzkow
Wenn uns später Meere trennen, und sich viele nicht mehr kennen, dann bist du einer, den man nie vergisst, weil du was Besonderes bist.
Wenn du einmal so alt und weise im Lehnstuhl sitzt in stillem Glück, so denkst du dann vielleicht ganz leise an die liebe .............. zurück.
Steine können brechen, Schiffe untergehen, ......, dich vergessen, das wird nie geschehen.
Viel schöner ist es, wenn du lachst, als wenn du einen Schmollmund machst. Doch noch viel schöner ist es dann, wenn ich dich später wiedersehen kann.
In einer goldenen Schachtel, da liegt ein Ringlein fein, in diesem steht geschrieben: Gedenke ewig mein!
Letzter Tag des Jahres, du Bild des letzten Lebens! Lehr, o lehre mich, dass nicht mein Leben einst sei gefloh'n und verschwunden wie das verschwundene Jahr!
— Friedrich Gottlieb Klopstock
Die Jahre werden vergehen, wenn wir uns nicht mehr sehen. Doch als Erinnerung an mich, schreib ich diesen Vers für dich.
Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken. Nur die eine nicht, und die heißt Vergissmeinnicht.
Das Erinnern hat Zeit, und das Erlebnis hat keine Zeit
Zwei Täubchen, die sich küssen, die nichts von Falschheit wissen, so sauber und so rein, soll deine Seele sein
Trennen uns einst viele Orte, so behalte dennoch lieb, diese Hand, die diese Worte, aus dem Herzen niederschrieb.