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Sprüche und Zitate von Christa Schyboll

45 Zitate — Seite 2

Über den Autor

*1952

Christa Schyboll (*1952) ist eine deutschsprachige Autorin, deren Aphorismen häufig politische, psychologische und gesellschaftliche Beobachtungen zuspitzen. Ihre Texte arbeiten mit nüchternem Witz und einer wachen Skepsis gegenüber Macht, Sprache und menschlicher Bequemlichkeit. Dabei geht es nicht nur um private Lebensweisheit, sondern auch um Machtmechanismen, öffentliche Rede und die Selbsttäuschungen moderner Gesellschaften.

  1. Starke Charaktere zeichnen sich durchaus nicht allein durch Intelligenz aus, sondern bauen auch auf untrüglichen Instinkt.

    3.8
  2. Wer mit einer kreativen Arbeit beauftragt ist und seine Phantasie lediglich auf Pigmentpünktchen erweitern kann, sollte sich um einen neuen Job in der Buchhaltung bewerben.

    3.8
  3. Wenn die Uhren so schnell zu scheinen laufen, dass die Konturen der Zeiger verschwimmen, ist es an der Zeit, zu entstressen.

    3.7
  4. Ist das Schicksal im Spiel, braucht man niemanden und nichts zu suchen, sondern wird gefunden.

    3.7
  5. Manchmal muss man gehen, um sich nicht zu entfernen.

    3.7
  6. Die bedrückende Atmosphäre durch laut erhobene Stimmen im Raum wird spontan gebremst, wenn jemand plötzlich flüstert

    3.7
  7. Schlimme Ereignisse sollten uns nicht verführen zu denken, es könne nicht noch viel schlimmer kommen.

    3.7
  8. Nur wer wirklich wichtig genug ist, wird eventuell auch mit unfreundlichen Blicken bedacht. In unwichtige Personen investiert man weder Gedanke, Blicke noch Zeit.

    3.6
  9. Die begabtesten Frauenversteher sind: weiblich!

    3.6
  10. Traumtänzer mögen zwar ihren Traum tanzen, aber sie tanzen sich nur selten ins Zentrum der realen Erfüllung ihrer Wünsche

    3.6
  11. Wenn das Gute eintritt ist es durchaus sinnvoll, das noch Bessere in Betracht zu ziehen

    3.3
  12. Das verbale Glatteis auf dem gebohnerten Flur der Vorstandsetagen lässt vor allem jene in eine Rutschpartie schliddern, die ihre Konversation nicht der Ebene anzupassen wussten.

  13. Nahrung, die nicht vor dir wegläuft und die dich nicht angreift, ist vermutlich gut verdaulich

  14. Der beste Master-Abschluss garantiert noch lange keinen Karrieresprung, sofern eine Barriere aus fataler mentaler Trägheit im Vorstellungsgespräch dominant hervorprescht.

  15. Ist das neue Argument todsicher, hätte man mit dem alten Argument vielleicht ein wenig länger leben können

  16. Weil die meisten Leute noch immer die falschen Dinge glauben, warten die richtigen Ereignisse noch immer auf ihren Kopfsprung ins Leben.

  17. Wer es schafft, ein Problem zu durchschreiten, ohne auf der Schwelle der Lösung festzukleben, öffnet neue Türen für die Entwicklung der dazugehörigen theoretischen Grundlagen

  18. Nur wer nach einer langen Verhandlung den Überblick jetzt noch überblickt, hat Chancen, die beschlossenen Ergebnisse am Ende auch wirklich zu durchschauen

  19. Führt heftiges Flirten zu magischen Kurzschlüssen, sollte man wissen wo die Stromverbindung zum Verstand wieder zu finden ist.

  20. Prallen während einer Besprechung Gedanken der Teilnehmer wie dicke Knüppel aufeinander, ist zu kalkulieren, mit wie vielen Beulen dem Kompromissvorschlag zugestimmt werden könnte.