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Sprüche über Freundschaft

714 Sprüche — Seite 15

Nur wenige Bindungen tragen so still und verlässlich durch das Leben wie echte Freundschaft. Sie beruht nicht auf Pflicht oder Vorteil, sondern auf Vertrauen, Nähe und der seltenen Erfahrung, ohne Verstellung verstanden zu werden. Darum gilt sie seit jeher als eine der kostbarsten Formen menschlicher Verbundenheit.

Ihr eigentlicher Wert zeigt sich meist nicht in großen Worten, sondern in Beständigkeit, Zuspruch und gemeinsam getragener Zeit. Die Sprüche zu diesem Thema fassen jene Treue in Sprache, die in schweren Stunden hält, im Glück mitfreut und dem Leben Wärme ohne Forderung schenkt.

  1. Dankbare Menschen sind wie fruchtbare Felder; sie geben das Empfangene zehnfach zurück

    — August von Kotzebue

  2. Sie sind immer da, wenn du sie brauchst - und wenn du sie nicht brauchst: Freunde

  3. Denn solange du glücklich, wirst viele Freunde du zählen; wenn sich dein Himmel bewölkt, findest du dich allein.

    — Ovid

  4. Die Freundschaft und die Liebe sind zwei Pflanzen an einer Wurzel. Die letztere hat nur ein paar Blumen mehr.

    — Friedrich Gottlieb Klopstock

  5. Freundschaft ist keine günstige Gelegenheit, sondern eine angenehme Verantwortung.

    — Khalil Gibran

  6. Habe den Mut zur Wahrheit! Das kostet dich viele der Freunde, aber es zeigt dir zugleich, was du an ihnen verlorst.

    — Heinrich Leuthold

  7. Wer an den vier Meeren Freunde hat, glaubt überall Orchideenduft zu riechen.

  8. Wenn es sich um Tod und Leben dreht, zeigt sich, wie's um die Freundschaft steht. Reich und arm sind ein untrüglich Maß, wer dein Freund ist und auf wen Verlass. Fällt in Ungnad, wer einst hochgee …

  9. Nichts gewinnt so sehr durch das Alter wie Brennholz, Wein, Freundschaften und Bücher.

    — Francis Bacon

  10. Zur Freundschaft gehört, dass wir einander gleichen, einander in einigem übertreffen, einander in einigem nicht erreichen.

    — Jean Paul

  11. Bücher und Freunde soll man wenige und gute haben.

  12. Es ist beschämender, seinen Freunden zu misstrauen, als von ihnen getäuscht zu werden.

    — François de la Rochefoucauld

  13. Die Liebe bricht herein wie Wetterblitzen, die Freundschaft kommt wie sanftes Mondenlicht; die Liebe will erwerben und besitzen, die Freundschaft opfert, doch sie fordert nicht.

  14. Freundes Gebrechen soll man kennen und tragen, nicht aber nennen und nagen

  15. Wenn ich einst im Lehnstuhl sitze, und zu gar nichts bin mehr nütze, möcht ich mich an euch erfreuen, die hier keine Mühen scheuen

  16. Jedes zu großes Übergewicht von einer Seite stört die Freundschaft.

    — Adolph Freiherr von Knigge

  17. Am besten mit Frauen kommen diejenigen Männer aus, die ebenso gut ohne die Frauen auskommen

    — Charles Baudelaire

  18. Gott erhalte uns die Freundschaft. Man möchte beinah glauben, man sei nicht allein.

    — Kurt Tucholsky

  19. Vertraue dich dem Manne nicht an, der jedermanns allgemeiner Freund ist! Er wird nicht irgend jemands besonderer Freund sein.

    — Hesiod

  20. Ich wünsch dir einen, der mit dir geht, in Not und Trauer zu dir steht. Der in guten und in schlechten Zeiten als echter Freund dich wird begleiten.