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Sprüche über Hass

139 Sprüche — Seite 2

Wo Verletzung in dauerhafte Feindseligkeit umschlägt, nimmt Hass Gestalt an. Er verdichtet Ablehnung zu einer Macht, die das Denken verengt, Vergeltung nährt und dem anderen jede Menschlichkeit abspricht. Deshalb zählt dieses Thema zu den zerstörerischsten Kräften, die in Beziehungen und Gesellschaften wirken können.

Seine Gefahr liegt darin, dass Hass nicht nur den Gegner trifft, sondern auch den Hassenden selbst formt. Was in ihm wächst, verdunkelt Urteil und Herz und macht Frieden schwerer, je länger daran festgehalten wird.

  1. Ein Bettler hasst den anderen nicht so sehr wie ein Arzt den anderen.

  2. Wenn man etwas recht gründlich haßt, ohne zu wissen warum, so kann man überzeugt sein, dass man davon einen Zug in seiner eigenen Natur hat

    Christian Friedrich Hebbel

  3. Eigentümlich ist menschlicher Gemütsart, Beleidigte zu hassen.

    Tacitus

  4. So sind viele: Den Glücklichen hassen sie, und den Unglücklichen verachten sie

    Otto Weiss

  5. Es ist leicht, den Hass, schwer die Liebe, am schwersten die Gleichgültigkeit zu verbergen

    Ludwig Börne

  6. Wer wünscht, dass man ihn fürchtet, erreicht nur, dass man ihn hasst.

    Charles-Louis de Montesquieu

  7. Es ist besser, für das, was man ist, gehasst zu werden, als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden!

    André Gide

  8. Es ist leicht, den Hass, schwer, die Liebe, am schwersten Gleichgültigkeit zu verbergen

    Ludwig Börne

  9. Hass ist so ausdauernd und so hartnäckig, dass eine Versöhnung auf dem Sterbelager eines Kranken das sicherste Zeichen des Todes ist.

    Jean de la Bruyère

  10. Wer den Menschen verachtet, ist kein großer Mensch.

    Marquis de Vauvenargues

  11. Liebe und Hass sind die Hörner am selben Stier.

  12. Belaste dich nicht mit Hass. Er ist eine schwerere Bürde, als du denkst.

    Marie Marquise de Sévigné

  13. Ein Mord aus Rache, ein Mord aus Hass ist kein Beweis für Kraft.

    John Knittel

  14. Wer von allen gehasst wird, kann nicht erwarten, lange zu leben.

    Pierre Corneille

  15. Ich kümmere mich um meine eigenen Angelegenheiten, aber vergiss nicht: Wenn es etwas gibt, was die Welt hasst so ist es eine Frau, die sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmert.

    Jane Calamitiy

  16. Nicht frei sind wir, zu hassen und zu lieben, dem Willen wird's vom Schicksal vorgeschrieben.

    Christopher Marlowe

  17. Die Liebe ist einäugig, aber Hass gänzlich blind

    Berthold Auerbach

  18. Unterdrückter Ärger wird zu bleibendem Groll — und der schwächt wie eine verschleppte Krankheit. Gezeigter Ärger erleichtert, vergeht und stärkt.

    Else Pannek

  19. Der Zorn kann sich beruhigen, aber der echte, aus verbittertem, mißhandelten Herzen erwachsene Hass schlägt seine Wurzeln durch das ganze Sein, er ist eine stille fortgesetzte Tat ohnmächtiger Rache.

    Wilhelmine von Hillern

  20. Du verminderst deine Kraft zum Guten durch: Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit, Abhängigkeit, Unrast, Zerfahrenheit, Sorge, Neid oder Hass.

    Prentice Mulford