Sprüche über Herrn
19 Sprüche — Seite 2
Im Wort Herrn schwingen Anrede, Autorität und religiöse Bindung zugleich mit. Es verweist auf Herrschaft und Schutz und öffnet damit einen Raum zwischen Respekt, Verantwortung und Glauben.
Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.
Ich will auf den Herrn schauen und warten auf den Gott meines Heils
Ein Hund ist klüger als eine Frau; er bellt seinen Herrn nicht an
Eitelkeit ist eine untreue Dienerin. Sie macht ihren Herrn um soviel kleiner, als sie ihn größer zu machen vorgibt.
— August Pauly
Man erfährt den Herrn in besonderer Weise, wenn man viel allein ist.
— James Hudson Taylor
Keine Zeit passt wie der frühe Morgen zum Verkehr mit dem Herrn. Man muss in der Frühe die Harfe für die Musik des Tages stimmen.
— James Hudson Taylor
Des reichen Mannes Beschützer, des armen Mannes Freund, mit seinem Herrn auf ewig treu vereint.
— George Crabbe
Es gefällt dem Herrn, in der Nacht zu kommen. Darum fürchte die Nacht nicht.
— Johann Heinrich Jung-Stilling
Der Faule sucht einen Herrn, der ihm in der Woche sieben Feiertage gibt
Ein fleißig herumgetragener Bettelsack ernährt seinen Herrn.
Mit einem Herrn steht es gut, der, was befohlen, selber tut.
Wenn einer kommt und sagen kann, er hab es allen recht getan, so bitt ich diesen lieben Herrn, er woll mich diese Kunst auch lehrn.
Behüt' uns Gott vor großem Glück, gnädigem Herrn und gesunder Speis.
Der Hund weiß seines Herrn Willen wohl.
Ein Pferd, das zuviel Futter kriegt, schupft seinen Herrn.
Wer über einen Maulesel gesetzt ist, hält sich auch für einen Herrn.
Man hält einen Hund in Ehren seines Herrn wegen.
Der eine liebt den Herrn Pfarrer, der andere seine Köchin.
Maria Magdalena weint um ihren Herrn, drum regnet's an diesem Tage gern. (22. Juli)
Aus einem Bauern wird wohl ein Herr, aber aus einem Herrn wird nicht mehr ein Bauer.