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Sprüche über Interesse

358 Sprüche — Seite 8

Worauf der Blick sich richtet, verrät oft schon, was einem Menschen wichtig ist. Interesse weckt Fragen, schafft Nähe zur Welt und öffnet den Raum, in dem Lernen, Anteilnahme und echte Begegnung überhaupt erst möglich werden. Darum ist dieses Thema ein leiser Motor geistigen und menschlichen Wachstums.

Ohne Interesse verflacht vieles zur Gewohnheit oder bloßen Oberfläche. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie Aufmerksamkeit und Neugier den Alltag vertiefen und warum das rechte Interesse nicht alles wissen will, sondern das Wesentliche erkennen möchte.

  1. Worüber wir nicht ernsthaft nachgedacht haben, das vergessen wir bald

    Marcel Proust

  2. Keine Reden finden bereitwilligeren Glauben als die, welche das Genie herabsetzen und dem Neide der bewußten Mittelmäßigkeit schmeicheln.

    Thomas Babington Macaulay

  3. Auch der allzu große Eifer im Guten kann zu allen Zeiten das Gute hindern und das Böse fördern.

    Johann Peter Hebel

  4. Damit ein Talent wirksam werde, braucht es außer anderem noch ein kostbares Ding, was man nicht lernen und nicht in sich groß ziehen kann: die Freudigkeit des Herzens.

    Gustav Freytag

  5. Der Mensch steht im Mittelpunkt, und deshalb steht er allen im Weg.

  6. Jedes Sehen will gelernt und geübt sein. Man sieht bloß, was man unterscheidet, und man unterscheidet nur, wofür man sich einmal interessierte und was man mit Namen zu nennen weiß.

    Carl Spitteler

  7. Die Hindernisse sind das, was die Liebe erst interessant macht.

    Sarah Bernhardt

  8. Ich höre jeden gern selbst über sich reden, weil ich dann immer Gutes höre.

    William Penn Adair Rogers

  9. Kein Mensch hat Geist genug, um niemals langweilig zu sein

    Marquis de Vauvenargues

  10. Wer sich um das Morgen am wenigsten kümmert, geht ihm mit der größten Lust entgegen.

    Epikur

  11. Gemeinsamkeiten machen eine Beziehung angenehm, interessant wird sie jedoch erst durch die kleinen Verschiedenheiten.

    Konfuzius

  12. Es geht uns mit den Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber wenige erwählen wir zu unseren Freunden, unseren vertrauten Lebensgefährten.

    Anselm Feuerbach

  13. Man kann die Menschen in zwei Kategorien einteilen: Die einen reden, um etwas zu sagen, die anderen sagen etwas, um zu reden.

    Charles Joseph Fürst von Ligne

  14. Den wirklich gelehrten Menschen geht es wie den Kornhalmen auf dem Felde: Sie wachsen frisch auf und richten den Kopf gerade und stolz in die Luft, solange die Ähren noch leer sind. Sobald sie angesch …

    Michel de Montaigne

  15. Einst war die Seltenheit der Bücher den Fortschritten der Wissenschaft nachteilig, jetzt ist es deren Überzahl, die verwirrt und eigenes Denken verhindert

    Karl Julius Weber

  16. Wenn die Welt für nichts anderes gut wäre, so ist sie doch ein ausgezeichneter Gegenstand der Betrachtung.

    William Hazlitt

  17. Nur weil du dich nicht für Politik interessierst, heißt das noch lange nicht, dass die Politik sich nicht für dich interessiert

    Perikles

  18. Denken ist interessanter als Wissen, aber nicht als Anschauen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  19. Tugend ist, was man mit Leidenschaft tut; Laster ist, was man aus Leidenschaft tut.

    Augustinus

  20. Wer in alles sich tut mischen, muss sich oft die Augen wischen.