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Sprüche über Krankheit

303 Sprüche — Seite 14

Kaum etwas rückt den Menschen so unerbittlich auf sich selbst zurück wie die Krankheit. Sie stört Gewohnheiten, nimmt Sicherheit und macht spürbar, wie eng Körper, Seele und Lebensmut miteinander verbunden sind. Deshalb ist dieses Thema nie bloß medizinisch, sondern immer auch existenziell.

In ihr zeigt sich, wie verletzlich das Leben bleibt und wie viel Geduld, Trost und innere Sammlung in schweren Zeiten nötig werden. Krankheit zwingt zum Innehalten und stellt Fragen nach Belastbarkeit, Sinn und dem Wert dessen, was zuvor selbstverständlich schien.

  1. Ärzte sind unseres Hergotts Menschenschnitzer.

  2. Wenn ein Blinder den andern führt, fallen sie beide in den Graben.

  3. Ein Doktor kann wohl ein Narr, aber ein Narr kein Doktor sein

  4. Alt zu werden ist eine Gnade — aber nicht immer ein Vergnügen.

    Else Pannek

  5. Die Liebe gleicht einem Fieber; sie überfällt uns und schwindet, ohne dass der Wille im Geringsten beteiligt ist

    Stendhal

  6. Alle Auflehnung gegen die Natur, gegen die Seinsbedingungen ist unfruchtbar und krankhaft.

    Sully Prudhomme

  7. Das Leben ist eine Krankheit, die tödlich endet

    Abraham Cowley

  8. Die Scheu vor Verantwortung ist die Krankheit unserer Zeit

    Otto von Bismarck

  9. Liebe verhungert nicht, aber sie stirbt oft an Verdauungsstörung.

    Anne Lenclos

  10. Wenn die Regierungen krank sind, müssen die Völker das Bett hüten.

    Ludwig Börne

  11. Wie Krankheit die Dimension des Ichs vergrößert!

    Charles Lamb

  12. Die erste Wasserkur war die Sintflut und die tötete mehr, als sie heilte.

    Charles Lamb

  13. Krankheiten sind Anfragen. Sie sind auch Aufgaben, Auszeichnungen sogar.

    Charles Lamb

  14. Des Lebens größte Krankheit ist die Langeweile.

    Alfred de Vigny

  15. Magengeschwüre bekommt man nicht von dem, was man isst, man bekommt sie von dem, wovon man aufgefressen wird.

    Mary Wortley Montagu

  16. Schlechte Verdauung kommt weniger von der Nahrung selbst als von der Stimmung, in der wir unsere Nahrung zu uns nehmen pflegen.

    Prentice Mulford

  17. Ein Übel gibt es, von dem auf die Dauer die Ärzte uns immer heilen: Unsere Leichtgläubigkeit ihnen gegenüber.

    Jean Antoine Petit-Senn

  18. Du leidest an einer alten Krankheit? Willst du nicht ein altes Mittel dagegen nehmen?

    Francesco Petrarca

  19. Du leidest an einer unheilvollen Seelenkrankheit. Die Modernen nennen sie Schwermut, die Alten hießen sie geistige Trägheit

    Francesco Petrarca

  20. Das ist eine scharfe Medizin, die für alle Übel gut ist.

    Sir Walter Raleigh