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Sprüche über Langeweile

132 Sprüche — Seite 7

Wenn nichts anspricht, nichts fordert und selbst Zeit schwer wird, breitet sich Langeweile aus. Sie ist mehr als bloßer Leerlauf, denn in ihr zeigt sich oft auch ein Mangel an Beziehung, Sinn oder innerer Bewegung. Deshalb gehört dieses Thema zu den unterschätzten Zuständen des Alltags.

Ihre Schwere liegt darin, dass Langeweile nicht nur stillsteht, sondern auch die Welt entleeren kann. Zugleich verrät sie, wie sehr der Mensch Anregung, Bedeutung und lebendige Anteilnahme braucht, um sich wirklich gegenwärtig zu fühlen.

  1. Gewohnheit ist eine schreckliche Tyrannin

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  2. Das Glück des Lebens besteht in der Abwechslung; die größte Mühseligkeit selbst wird dadurch zum Vergnügen. Immerwährende einerleie Freude wird bald Pein.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  3. Schütze dich vor Monotomie, sie ist die Mutter aller tödlichen Sünden

    Edith Wharton

  4. Um mit Behagen müßig zu gehen, muss man zu zweien sein, und womöglich einander lieben. Für einen allein, auch wenn man viel zu denken und Geist genug hat, ist der Müßiggang ein ermüdendes Stück Arbeit …

    Fanny Lewald

  5. Vergnügen! – wo ist das? Es sitzt in Blumenkelchen und kommt alle Jahr einmal als Geruch heraus.

    Rahel Varnhagen von Ense

  6. In einer Kleinstadt gibt es nicht viel zu sehen; aber was man dort hört, macht das wett.

    Kin Hubbard

  7. Das Leben ist eine Erscheinung, welche an sich selbst ermüdet. Es lässt sich nur erhalten durch Unterbrechung. Es muss immer umgegossen werden in neue Individuen.

    August Pauly

  8. Die Menschen haben keinen ärgeren Feind als das Übermaß an Glück.

    Theresa Keiter

  9. Nichts zu tun haben ist eine fürchterliche Bürde

    Nicolas Boileau-Despreaux

  10. Eine Idee, welche immer dieselbe bleibt und doch tausend verschiedene Gestalten annimmt, ermüdet zugleich durch ihre Lebendigkeit und ihre Eintönigkeit.

    Germaine Madame de Stael

  11. Ein angenehmes Laster ist einer langweiligen Tugend bei weitem vorzuziehen.

    Jean-Baptiste Molière

  12. Dauerndes Glück ist Langeweile.

    Oswald Spengler