Sprüche über Mühe
183 Sprüche — Seite 8
Was etwas wert sein soll, entsteht oft nicht ohne Mühe. Sie begleitet Wege, auf denen Hindernisse, Erschöpfung und Wiederholung nicht zu umgehen sind, und verleiht dem Erreichten gerade dadurch ein besonderes Gewicht. Deshalb gehört dieses Thema eng zu Arbeit, Geduld und innerer Standfestigkeit.
Ihr Sinn liegt nicht im bloßen Ertragen, sondern darin, dass Mühe Form gibt und Dinge zur Reife bringt. Wer sich ihr stellt, erfährt oft erst im Rückblick, wie sehr Anstrengung das Eigene vertieft hat.
Das Beste ist mühelos, es glückt; mühevoll und mit Geduld gepflastert ist lediglich der Weg dahin.
— Martin Kessel
Je härter ich arbeite, um so mehr Glück scheine ich zu haben.
— Thomas Jefferson
Das Leben gab den Sterblichen nichts ohne große Arbeit.
— Horaz
Es ist kein Leben davon frei, ein jedes hat seine Regenzeit und Tage trüb und traurig.
— Henry Wadsworth Longfellow
Dein tägliches Quantum Sonnenschein mußt du dir täglich selbst verdienen.
— Hermann Sudermann
Schwimmt man lang im Abgrund der Gedanken, so wird man matt
— Lord Byron
Politik ist die Wissenschaft, den Bürgern mit verhältnismäßig geringer Mühe möglichst viel Gutes zu bescheren.
— Ferdinando Coelestinus Galiani
Die Ansprüche, die ein Mensch an andre stellt, stehn gewöhnlich in umgekehrtem Verhältnis zu seinen Leistungen.
— Emil Gött
Wenn alle müde werden - die Kraft einer Mutter erlahmt nie.
— Richard Fedor Leopold Dehmel
Frauenarbeit – klein und behende, hat einen Anfang und kein Ende.
— René Descartes
Faulheit findet alles schwer, der Fleiß macht alles leicht.
— Johann Jakob Engel
Was ein Streber werden will, krümmt sich beizeiten.
— Peter Hille
Das Bemühen zu leben währt lebenslänglich.
— Else Pannek
Alles, was nicht der Norm entspricht, zwingt zum Nachdenken — und das stört.
— Else Pannek
Für Steuergelder wurde gearbeitet. Sie sind es wert mit Sorgfalt und Achtung verwendet zu werden.
— Else Pannek
Ich beeile mich, über alles zu lachen, um nicht gezwungen zu sein, darüber zu weinen.
— Pierre Augustin Baron de Beaumarchais
Nackt einst kam ich zur Welt, nackt wandle ich unter die Erde. Solch ein nacktes Geschick ist es der Mühen wohl wert?
— Christian Friedrich Wilhelm Jacobs
Es verursacht größere Schmerzen, einen quälenden oder gar furchtbaren Gedanken, der sich festgesetzt hat, mit Gewalt aus dem Hirn zu reißen, als bei ihm zu verweilen.
— Giacomo Leopardi
Die Trägen, die zu Hause liegen, erquicket nicht das Morgenrot; Sie wissen nur von Kinderwiegen, von Sorgen, Last und Not um Brot.
— Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff
Der Weise mit Hoffnung erträgt die Qualen des Lebens.
— Euripides