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Sprüche über Mitleid

158 Sprüche — Seite 6

Wenn das Leid eines anderen nicht gleichgültig lässt, beginnt Mitleid in seiner menschlichen Tiefe. Es ist jene Bewegung des Herzens, die nicht nur wahrnimmt, sondern innerlich mitträgt, was dem Gegenüber widerfährt. Deshalb gehört dieses Thema zu den grundlegenden Formen von Mitmenschlichkeit und moralischer Aufmerksamkeit.

Sein Wert zeigt sich darin, dass Mitleid nicht bloß Gefühl bleibt, sondern Nähe und Hilfe möglich machen kann. Es überwindet Distanz, ohne den anderen zu erniedrigen, und erinnert daran, dass kein Schmerz ganz fremd sein muss.

  1. Möge dir die Arbeit immer flott von der Hand gehen. Nicht minder eifrig sei deine Hand, wenn sich eine andere um Hilfe nach der deinen ausstreckt.

  2. Handle gut im Augenblick, und du hast für alle Ewigkeit eine gute Tat getan

    Johann Kaspar Lavater

  3. Herzenswärme ist noch immer die zuverlässigste Energiequelle

  4. Tue Gutes und wirf es dann ins Wasser.

  5. Wer Wohltat dir erwies, sei deines Danks gewiß! Die du erwiesen, die vergiß!

  6. Indessen ist es bezeichnend für die menschliche Eitelkeit, dass sich jeder einbildet, das ganze All kümmere sich um seine kleinsten Sorgen.

    Jonathan Swift

  7. Oft beklagen wird das Unglück unserer Feinde mehr aus Stolz als aus Mitleid. Um ihnen zu zeigen, dass wir erhaben über sie sind, geben wir ihnen Beweise unseres Mitleids

    François de la Rochefoucauld

  8. Die Hauptbestandteile eines guten Charakters sind Treue und Mitleid

    Carl Hilty

  9. Es gibt kein grausameres Tier als einen Menschen ohne Mitleid.

    August von Kotzebue

  10. Wer erst vom süßen Weine trank und dann von einem sauern, spürt im Gedärm 'nen starken Drang und ist sehr zu bedauern.

  11. Ein guter Gedanke macht froh, erst recht eine gute Tat

    Peter Rosegger

  12. Barmherzigkeit beginnt im eigenen Haus - aber sie sollte nicht auch dort enden.

  13. In früheren Zeiten konnte einer ruhig vor seinem vollen Teller sitzen und sich's schmecken lassen, ohne sich darum zu kümmern, dass der Teller seines Nachbarn leer war. Das geht jetzt nicht mehr, auß …

    Marie von Ebner-Eschenbach

  14. Das Mitleid ist die letzte Weihe der Liebe, vielleicht die Liebe selbst.

    Christian Johann Heinrich Heine

  15. Wer anderer Not löst, ist der Erlöste.

    Laotse

  16. Nur der verwandte Schmerz entlockt uns die Träne, und jeder weint eigentlich für sich selbst

    Christian Johann Heinrich Heine

  17. Gute Taten werden hauptsächlich von Männern gepredigt und von Frauen getan.

  18. Kein Wort und keine Tat vergehen. Alles bleibt und trägt Frucht.

    Carl Hilty

  19. Die erste Gunst ist Gunst, die zweite schon Verpflichtung.

  20. Die Großmut muss eine beständige Eigenschaft der Seele sein und ihr nicht bloß ruckweise entfahren.

    Gotthold Ephraim Lessing