Sprüche über Verachtung
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Verachtung geht über bloße Ablehnung hinaus, weil sie dem anderen innerlich den Wert abspricht. Sie verletzt Würde, vergiftet Begegnung und enthüllt oft mehr über den Verachtenden als über dessen Gegenüber. Deshalb ist dieses Thema moralisch scharf und menschlich unerquicklich zugleich.
Sprüche und Zitate zum Thema Verachtung lassen sich vielseitig einsetzen: als persönliche Widmung auf Karten, als Denkanstoß in Gesprächen, als Beschriftung von Fotos oder als tägliche Erinnerung an das, was wirklich zählt. Gute Zitate haben die Fähigkeit, einen Moment zu rahmen und ihm Bedeutung zu geben, die lange nachwirkt.
Die Verachtung ist ein graues Kleid, grau wie die Schuld. Es wirkt auf die Ferne, auf die große Menge irreführend, weil es die reine Seele verbirgt.
— Paul Keller
Das Geld zu rechter Zeit veracht, hat manchem großen Nutz gebracht.
Man kann den Leuten aus dem Wege gehen vor lauter Verachtung oder - vor lauter Respekt.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Verachtung ist schlechtgelaunter Egoismus.
— Samuel Taylor Coleridge
Wenn die Rosen verblüht sind, verachtet man die Dornen.
— Ovid
Was man verachten will, das muss man kennen.
— Gorch Fock
Die Herabsetzung der andern findet willige Ohren.
— Tacitus
Für ein Herz, das sich der Dankbarkeit nicht entschlagen kann, ist es das größte Missgeschick, Menschen verpflichtet zu sein, die es verachten muss.
— Konrad Jakobs
Wir alle verachten Vorurteile, aber wir sind alle voreingenommen
— Herbert Spencer
Je verdorbener ein Zeitalter, desto mehr Verachtung der Weiber.
— Jean Paul
Verachtung ist das Gegenteil von Liebe, sie ist eine viel größere Verneinung als der Hass.
— Karl Robert Eduard von Hartmann
Das Kind, das seine Mutter verachtet, hat einen stinkenden Atem.
Nichts ist geschmackloser als die ganze Selbstgefälligkeit und Zufriedenheit, die aus den Gesichtern eines neu vermählten Paares leuchtet.
— Charles Lamb
Furcht macht verächtlich, und Verachtung ist gefahrvoller als Hass.
— Johann Jakob Engel
Die Jugend verachtet die Folgen; darauf beruht ihre Stärke.
— Martin Kessel
Wer sich selbst nichts mehr ist, was kann er noch anderen sein? Nur ihr Feind oder Tyrann.
— Heinrich Martin
Verachtung hat es lediglich mit dem Verstande zu tun und dieser ist deshalb um so schneller mit sich einig und fertig.
— Heinrich Martin
Der von Einbildungskraft entblösste Verstand möchte selbst die Natur abschätzig behandeln, wenn sie nur nicht stärker wäre als er.
— Germaine Madame de Stael
Verachtung darf nicht über unsere Selbstachtung hinausgehen.
— Heinrich Martin
Leider, dem Mitleid entsprießt nur allzuoft die Verachtung; darum verberge Dein Leid tief in der innersten Brust.
— Heinrich Martin