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Sprüche über Verzeihen

115 Sprüche — Seite 3

Verzeihen gehört zu den schwierigsten und zugleich befreiendsten Bewegungen des Herzens. Es bedeutet nicht, Unrecht kleinzureden, sondern auf Vergeltung zu verzichten und dem Vergangenen nicht die ganze Zukunft zu überlassen. Deshalb besitzt dieses Thema eine besondere moralische und seelische Tiefe.

Seine Kraft zeigt sich darin, dass Verzeihen den Verletzten nicht schwächt, sondern innerlich freier machen kann. Es verlangt Größe, weil erst im Loslassen sichtbar wird, wie sehr Hass und Kränkung sonst weiter über das Leben bestimmen würden.

  1. Hat man ein Unrecht verziehen, muss man es aus dem Gedächtnis löschen

    Christina I. von Schweden

  2. Es ist einfacher einem Feind zu vergeben, als einem Freund

    William Blake

  3. Irren ist menschlich, vergeben göttlich.

    Alexander Pope

  4. Achtbare Menschen entschuldigen die Tatsache, dass sie ihr Wort gebrochen haben, nicht damit, dass sie auf ihre Nachbarn weisen, die dasselbe getan haben.

    Sir Arthur Conan Doyle

  5. Ehe man tadelt, sollte man immer erst versuchen, ob man nicht entschuldigen kann.

    Georg Christoph Lichtenberg

  6. Keine Reue ist so schmerzlich wie die vergebliche.

    Charles John Huffam Dickens

  7. Das Wasser haftet nicht an den Bergen, die Rache nicht an einem großen Herzen.

  8. Eine gute Tat vollendet man, indem man die Undankbarkeit verzeiht.

    Marie-Thérese Geoffrin

  9. Nichts ist gefährlicher, als zwei Menschen auszusöhnen. Sie zu entzweien ist viel sicherer und leichter.

    Jean Paul

  10. Vergib stets deinen Feinden. Nichts ärgert sie so.

    Oscar Wilde

  11. Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist du noch weit weg vom Weg der Weisheit

  12. Kann man das Werden eines schlechten Buches vergeben, dann nur den Ärmsten, welche schreiben, um zu leben.

    Jean-Baptiste Molière

  13. Und sollte ich vergessen haben, jemanden zu beschimpfen, dann bitte ich um Verzeihung!

    Johannes Brahms

  14. Wir sind alle schuldig, einander zu verzeihen, sofern wir wollen, dass Gott uns verzeiht.

    Ulrich Zwingli

  15. Es gibt Verse in unserer neuen deutschen Literatur, die selbst dann noch nicht entschuldigt wären, wenn es in den zehn Geboten hieße: Du sollst Verse machen.

    Christian Friedrich Hebbel

  16. Gemeinsame Erinnerungen sind manchmal die besten Friedensstifter.

    Marcel Proust

  17. Man verzeiht jedem seine erste kolossale Dummheit, aber niemals die zweite, die erste verteidigen zu wollen.

    Daniel Spitzer

  18. Wenn Gott nicht verzeihen würde, bliebe sein Paradies leer

  19. Ich werde nie zum Frühling sagen: Verzeihen Sie, Sie haben dort ein welkes Blatt! Oder zum Herbst: Nehmen Sie es ja nicht übel, aber dieser Apfel ist nur zur Hälfte rot.

    Christian Friedrich Hebbel

  20. Das Geheimnis einer glücklichen Ehe besteht darin, dass man sich gegenseitig verzeiht, einander geheiratet zu haben