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Sprüche über Wahrheit

403 Sprüche — Seite 8

Was wirklich gilt, steht selten bequem neben dem, was angenehm klingt. Wahrheit fordert den Blick ohne Ausflucht, legt Widersprüche frei und besitzt gerade deshalb oft eine Härte, die nicht sofort willkommen ist. Darum ist dieses Thema ebenso moralisch wie existenziell bedeutsam.

Ihr Wert entfaltet sich nicht in Lautstärke, sondern in Verlässlichkeit und Bestand. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, warum Wahrheit manchmal verletzt, aber auf Dauer dennoch trägt und warum ohne sie weder Vertrauen noch Klarheit möglich sind.

  1. Wahrheit und wahrhaftiger Frieden bleiben auf der Strecke, niemand nimmt diese Werte mehr ernst.

    Dalai Lama

  2. In Wahrheit spiegelt die Kunst den Zuschauer, nicht das Leben.

    Oscar Wilde

  3. Denn ich glaube immer noch an die Wahrheit der früheren Empfindung, als an die der späteren Betrachtung.

    Sophie Bernhardi

  4. Keine Wahrheit ist rund und ganz, hat ein "Wenn" zum Kopf und ein "Aber" zum Schwanz.

    Victor Blüthgen

  5. Eine Diskussion ist unmöglich mit jemandem, der vorgibt, die Wahrheit nicht zu suchen, sondern schon zu besitzen.

    Romain Rolland

  6. Wahrheit unterliegt keinem Verfallsdatum!

    Christa Schyboll

  7. Wahre Freude ist eine ernste Sache.

    Seneca

  8. Die einfachsten Wahrheiten sind es gerade, auf die der Mensch immer am spätesten kommt.

    Ludwig Andreas Feuerbach

  9. Hat aber ein offenes Wort seine Wirkung, so ist es gleichgültig, wie es gesprochen wurde.

    Alfred de Musset

  10. Das Wort "Familienbande" hat einen Beigeschmack von Wahrheit.

    Karl Krauß

  11. Es ist derjenige am weitesten von der Wahrheit entfernt, der auf alles eine Antwort hat.

    Chuang-tzu

  12. Das Erste, was im Krieg auf der Strecke bleibt, ist die Wahrheit.

    Samuel Johnson

  13. Das Leben ist ein Paradies, und alle sind wir im Paradiese, wir wollen es nur nicht wahrhaben; wenn wir es aber wahrhaben wollten, so würden wir morgen im Paradiese sein

    Fjodor M. Dostojewski

  14. Nichts ist leichter als Selbstbetrug, denn was ein Mensch wahr haben möchte, hält er auch für wahr.

    Demosthenes

  15. Es gäbe keine Geselligkeit, alle Familienbande würden gelockert, wenn die Gedanken der Menschen auf ihrer Stirn zu lesen wären.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  16. Feingedrechselte Worte und ein wohlgefälliges Gebaren sind selten Zeichen wahrer Menschlichkeit.

    Konfuzius

  17. Leichtsinnig sind die meisten bei der Erforschung der Wahrheit und geben sich mit den ersten besten Nachrichten zufrieden

    Thukydides

  18. Das Leben in der Natur gibt die Wahrheit der Dinge zu erkennen.

    Albrecht Dürer

  19. Die Selbstzufriedenheit ist in Wahrheit das Größte, was man erhoffen kann.

    Baruch de Spinoza

  20. Alle Menschen haben eine Ahnung und Idee der Wahrheit in sich.

    Matthias Claudius