Sprüche über Wind
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Der Wind ist unsichtbar und doch unübersehbar in seiner Wirkung. Er bewegt Landschaften, treibt Wetter und wird seit jeher als Bild für Unruhe, Freiheit oder Sehnsucht gelesen. Gerade weil er sich nicht festhalten lässt, besitzt dieses Thema eine besondere poetische und natürliche Kraft.
Naturzitate über Wind werden gerne auf Grußkarten, in Reden über Umweltschutz, als Kalenderweisheiten oder als Beschriftung von Naturfotos eingesetzt. Sie erinnern daran, wie sehr das Menschliche im Natürlichen verwurzelt ist – und wie viel Trost und Schönheit die Natur bereithält.
Den Wind kann man nicht verbieten, aber man kann Mühlen bauen
Flüchtiger als Wind und Welle flieht die Zeit.
— Johann Gottfried Herder
Sonnenschein erhelle deine Tage, vertreibe stets Kummer und Klage. Regen wasche dein Herze rein mit vielend tausend Tröpfelein. Wind wehe dich hinein ins Glück und eines Tags zu mir zurück!
Der Wind weht, wo er will. Du hörst sein Rauschen, weißt aber nicht, woher er kommt, noch wohin er geht.
Fliegt der Bauer übers Dach, ist der Wind weiß Gott nicht schwach!
Andere bekommen gleich kalte Füsse, wenn ihnen der Wind einmal ins Gesicht bläst.
— Helmut Kohl
Der Wind des Zeitgeistes weht heute da und morgen da. nd wer sich danach richtet, der wird vom Winde verweht.
— Helmut Kohl
Wind und Wellen sind immer auf der Seite des besseren Seefahrers.
— Edward Gibbon
Kein Wind ist dem günstig, der nicht weiß, wohin er segeln will
— Michel de Montaigne
Trennung läßt matte Leidenschaften verkümmern und starke wachsen, wie der Wind die Kerze verlöscht und das Feuer entzündet.
— François de la Rochefoucauld
Habe Geduld! Keine Windmühle läuft dem Wind nach.
Eheleute sollten Ritzen und Fugen in ihrer Ehe offen lassen, damit der Wind des Himmels zu ihnen dringen kann.
— Khalil Gibran
Es ist falsch, wenn man sich zu Herzen nimmt, was man in den Wind schlagen sollte.
— Baltasar Gracián y Morales
Den leeren Schlauch bläst der Wind auf, den leeren Kopf der Dünkel.
— Matthias Claudius
Der Wind dreht sich um St. Veit, da legt sich das Laut auf die andere Seit'.
Zieht ein Gewitter auf vom Berg, pfeift der Wind durch die Burg.
Man kann auch aus Wind einen Vorgang machen
Von der Auferstehung Christi her kann ein neuer, reinigender Wind in die gegenwärtige Welt wehen.
— Dietrich Bonhoeffer
Es treibt der Wind im Winterwalde die Flockenherde wie ein Hirt, und manche Tanne ahnt, wie balde sie fromm und lichterheilig wird. Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen streckt sie die Zweige hin …
— Rainer Maria Rilke
Die Tränen einer Witwe werden vom ersten Wind getrocknet