
Eine Rose riecht besser als ein Kohlkopf, gibt aber keine bessere Suppe ab.
Bedeutung
Jean-Baptiste Molière, der französische Komödiendichter, formuliert in diesem Vergleich eine humorvolle Relativierung von Schönheit und Nützlichkeit: Eine Rose riecht herrlich, ist aber zum Kochen unbrauchbar; ein Kohlkopf riecht nicht schön, gibt aber gute Suppe. Das ist eine witzige Mahnung zur Unterscheidung zwischen ästhetischem Wert und praktischem Nutzen. Molière, der selbst in seinen Stücken immer wieder den Kontrast zwischen gesellschaftlichem Schein und praktischer Wirklichkeit thematisierte, beschreibt damit eine universale Spannung: Das Schöne und das Nützliche sind selten dasselbe.
Verwendung
Passend als Molière-Zitat in humorvollen Texten über Schönheit, Nützlichkeit und den Unterschied zwischen Ästhetik und Pragmatismus sowie für Beiträge über Werte, Prioritäten und die Komik alltäglicher Abwägungen. Auch geeignet als augenzwinkerndes Wort in Reden über das Verhältnis von Form und Funktion.
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Über Jean-Baptiste Molière
Über den Autor
Dramatiker · Französisch · 1622 - 1673
Jean-Baptiste Molière (1622–1673) war französischer Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker, der die Komödie der Tragödie ebenbürtig machte.
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Als Theaterdirektor und Bühnenautor erhob er das Theater seiner Zeit zum Diskussionsforum über menschliche Verhaltensweisen in der Gesellschaft. Er trat unter dem Künstlernamen Molière auf, während sein bürgerlicher Name Jean-Baptiste Poquelin lautete. Er starb 1673 in Paris, kurz nach einem Auftritt auf der Bühne.

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