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Wie leicht doch bildet man sich eine falsche Meinung

Spruchbild: Wie leicht doch bildet man sich eine falsche Meinung, geblendet von dem Glanz der äußeren  …

Wie leicht doch bildet man sich eine falsche Meinung, geblendet von dem Glanz der äußeren Erscheinung.

Bedeutung

Molière beschreibt eine tief menschliche Schwäche: Wir urteilen nach dem Äußeren und lassen uns von Erscheinung, Auftreten und Glanz täuschen. Was glänzt, wirkt wertvoll; wer gut aussieht, wirkt tugendhaft. Das Zitat ist eine Warnung vor der Verführbarkeit durch Schein. Das Wort "geblendet" ist präzise: Wer geblendet ist, kann nicht klar sehen. Molière machte das Thema in seinen Komödien zum Dauermotiv, weil es zeitlos und allgemein menschlich ist.

Verwendung

Passt in Texte über Urteilsvermögen, Oberflächlichkeit oder die Täuschungskraft äußerer Erscheinungen im Alltag. Geeignet als Einstiegszitat für Texte über Medienkompetenz, Selbstwahrnehmung oder Werbung. Auch gut verwendbar in literarischen Essays über Molière oder Texte über Vorurteile und Schein versus Sein.

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Über Jean-Baptiste Molière

Über den Autor

Dramatiker · Französisch · 1622 - 1673

Jean-Baptiste Molière (1622–1673) war französischer Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker, der die Komödie der Tragödie ebenbürtig machte.

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Als Theaterdirektor und Bühnenautor erhob er das Theater seiner Zeit zum Diskussionsforum über menschliche Verhaltensweisen in der Gesellschaft. Er trat unter dem Künstlernamen Molière auf, während sein bürgerlicher Name Jean-Baptiste Poquelin lautete. Er starb 1673 in Paris, kurz nach einem Auftritt auf der Bühne.

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