
Musst nicht widerstehn dem Schicksal, aber musst es auch nicht fliehen! Wirst du ihm entgegengehn, wird's dich freundlich nach sich ziehen.
Bedeutung
Goethe zeichnet ein aktives Verhältnis zum Schicksal. Man muss ihm weder trotzig widerstehen noch ängstlich ausweichen, sondern kann ihm entgegengehen. Dadurch verliert das Unvermeidliche seinen Schrecken und wird fast zu einer führenden Kraft. Der Spruch verbindet Gelassenheit mit Mut: Nicht alles liegt in der eigenen Hand, aber die Haltung gegenüber dem Kommenden sehr wohl. Wer nicht flieht, erlebt Veränderung eher als Bewegung als als bloße Bedrohung.
Verwendung
Geeignet für Neuanfänge, Krankheitsphasen, Abschiede, Prüfungen oder persönliche Krisen. Der Ton ist tröstlich und mutmachend, passend für Karten, Reden oder Nachrichten an Menschen, die einer ungewissen Situation begegnen müssen. Auch für kurze redaktionelle Begleittexte geeignet, wenn Anlass, Publikum, Medium und Ton sorgfältig zusammenpassen.
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Über Johann Wolfgang von Goethe
Über den Autor
Dichter und Dramatiker · Deutsch · 1749 - 1832
Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) schuf mit „Die Leiden des jungen Werthers" und „Faust" zwei Werke, die die europäische Literatur dauerhaft formten.
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Goethe stammte aus einer wohlhabenden Frankfurter Familie und studierte auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaft, bevor er sich der Dichtkunst zuwandte. Ab 1775 lebte er am Hof in Weimar, wo er als Minister und Freund von Herzog Carl August politische Ämter bekleidete und 25 Jahre lang das Weimarer Hoftheater leitete. Neben der Literatur widmete er sich intensiv der Naturforschung.

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Eigentlich weiß man nur, wenn man wenig weiß. Mit dem Wissen wächst der Zweifel
— Johann Wolfgang von Goethe
Leider läßt sich eine wahrhafte Dankbarkeit mit Worten nicht ausdrücken.
— Johann Wolfgang von Goethe
Und wenn Ihr Euch nur selbst vertraut, vertrauen Euch die anderen Seelen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Lass die Hoffnung siegen über die Angst. Lass das Vertrauen siegen über die Ungewissheit. Und deine Liebe wird siegen …
Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
— Marie von Ebner-Eschenbach
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