
Alle Gelegenheiten, glücklich zu werden, helfen nicht, wenn man nicht den Verstand hat, sie zu nutzen...
Bedeutung
Johann Peter Hebel richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen chance und gelegenheit. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Glück und Unglück, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Johann Peter Hebel
Über den Autor
Dichter · Deutsch · 1760 - 1826
Johann Peter Hebel (1760–1826) schrieb 1803 die „Allemannischen Gedichte" in alemannischer Mundart und wurde mit dem „Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes" zum Klassiker der Kalendergeschichte.
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Hebel wuchs in Hausen im Wiesental auf, verlor früh beide Eltern und gelangte durch Förderer ans Karlsruher Gymnasium, dessen Leitung er 1808 übernahm. Nebenher wirkte er als Hofdiakon und stieg 1821 zum ersten Prälaten der Evangelischen Landeskirche in Baden auf. Marcel Reich-Ranicki nahm das „Schatzkästlein" in seinen Kanon der deutschen Literatur auf.

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