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Wer damit anfängt, dass er allen traut

Spruchbild: Wer damit anfängt, dass er allen traut,  wird damit enden, dass er einen jeden für einen S …

Wer damit anfängt, dass er allen traut, wird damit enden, dass er einen jeden für einen Schurken hält

Bedeutung

Hebbel beschreibt einen psychologischen Kreislauf aus Naivitaet und Verbitterung: Blindes, unterschiedsloses Vertrauen fuehrt zu Enttaeuschungen, die schliesslich in generellen Argwohn und Menschenscheu umschlagen koennen. Wer allen vorbehaltlos glaubt, verliert das Unterscheidungsvermoegen - und landet am gegensaetzlichen Extrem. Das Zitat plaediert fuer ein reifes, differenziertes Vertrauen, das weder naiv noch zynisch ist. Besonders stark ist der Gedanke, weil er nicht vor Vertrauen warnt, sondern vor mangelnder Pruefung: Vertrauen braucht Erfahrung, Grenzen und die Bereitschaft, Unterschiede zwischen Menschen wahrzunehmen.

Verwendung

Geeignet fuer Texte ueber Vertrauen, Enttaeuschung und Menschenkenntnis in Beziehungen. Passend fuer Ratgeber zu sozialen Dynamiken oder philosophische Sammlungen. Spricht Menschen an, die eigene Erfahrungen mit Enttaeuschungen verarbeiten und verstehen moechten, wie blindes Vertrauen in Misanthropie kippen kann. Auch fuer Texte ueber Grenzen, Vorsicht und reife Menschenkenntnis ist der Satz gut einsetzbar.

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Über Christian Friedrich Hebbel

Über den Autor

Dramatiker · Deutsch · 1813 - 1863

Christian Friedrich Hebbel (1813–1863) schrieb die Trauerstücke Agnes Bernauer und Maria Magdalena sowie die bis heute maßgebliche Theaterfassung der Nibelungen.

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Hebbel wuchs in Wesselburen in Dithmarschen auf und starb 1863 in Wien. Neben seinen Dramen hinterließ er Liebes- und Naturgedichte wie Sommerbild und Herbstbild sowie Balladen und umfangreiche Tagebücher. Sein Werk gilt als ein Höhepunkt der Literatur des Realismus.

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