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Versuchungen bekämpft man am besten

Spruchbild: Versuchungen bekämpft man am besten  mit Geldmangel und Rheumatismus

Versuchungen bekämpft man am besten mit Geldmangel und Rheumatismus

Bedeutung

Ringelnatz dreht die Versuchungslehre mit grotesker Ironie um: Nicht Tugend oder Willenskraft schützen am verlässlichsten vor Versuchungen, sondern ein leerer Geldbeutel und das Rheumatismus. Wer kein Geld hat, kann nicht verschwenden; wer körperlich eingeschränkt ist, kommt gar nicht erst in Gefahr. Der Witz entlarvt mit nüchterner Komik, dass menschliche Tugend oft weniger eine moralische als eine rein praktische Leistung ist. Selbstdisziplin ist manchmal schlicht das unfreiwillige Produkt von Armut und Gebrechen.

Verwendung

Passt hervorragend zu humorvollen Geburtstagskarten für ältere Jahrgänge oder als Lacher-Einleitung bei Reden über Lebenserfahrung und das Altern. Funktioniert in Kolumnen über Selbstdisziplin, Sparvorhaben oder Diät, wenn ein augenzwinkernder Ton gefragt ist. Beliebt in Spruchsammlungen für Ringelnatz-Fans und Freunde trockenen Humors.

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Über Joachim Ringelnatz

Über den Autor

Schriftsteller · Deutsch · 1883 - 1934

Joachim Ringelnatz (1883–1934) war deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler, der mit humoristischen, skurrilen Gedichten um die Kunstfigur Kuttel Daddeldu berühmt wurde.

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Bürgerlich Hans Gustav Bötticher, wurde er in Wurzen geboren und starb 1934 in Berlin. In der Weimarer Republik erlangte er große Popularität und pflegte enge Freundschaften mit Schauspielern wie Asta Nielsen und Paul Wegener. Sein expressionistisch-witziges Werk wird bis heute geschätzt.

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