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Wir neigen dazu, Unbekannten zu glauben

Spruchbild: Wir neigen dazu, Unbekannten zu glauben,  weil sie uns noch nie betrogen haben.

Wir neigen dazu, Unbekannten zu glauben, weil sie uns noch nie betrogen haben.

Bedeutung

Johnson beschreibt eine feine Logik des Vertrauens: Bekannte tragen eine Geschichte mit sich – Enttäuschungen, Fehlschläge, alte Verletzungen. Unbekannte wirken dagegen unbelastet, weil sie noch keine Möglichkeit hatten, uns zu täuschen. Das ist kein Missverständnis, sondern eine echte psychologische Beobachtung: Vertrauen entsteht auch durch die Abwesenheit von Erfahrung. Der Satz ist keine Warnung vor Fremden, sondern ein ruhiger Blick auf die Mechanismen, die Vertrauen aufbauen und zerstören.

Verwendung

Passend in Gesprächen über Vertrauen, Menschenkenntnis und erste Eindrücke. Gut in Essays oder Vorträgen über die Psychologie sozialer Beziehungen und Vertrauensbildung. Am schärfsten als Denkanstoß für Menschen, die sich wundern, warum sie Fremden manchmal mehr vertrauen als vertrauten Personen.

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Über Samuel Johnson

Über den Autor

Schriftsteller · Englisch · 1709 - 1784

Samuel Johnson (1709–1784) war englischer Gelehrter und Lexikograf, der 1755 das erste maßgebliche einsprachige Wörterbuch der englischen Sprache verfasste.

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Nach William Shakespeare gilt Johnson als der meistzitierte englische Autor. Wegen seiner außergewöhnlichen Gelehrsamkeit wurde er schlicht „Dr. Johnson" genannt. Das Trinity College Dublin und die Universität Oxford ehrten ihn mit je einem Ehrendoktortitel.

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