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Überall geht ein früheres Ahnen dem späteren Wissen voraus

Spruchbild: Überall geht ein früheres Ahnen dem späteren Wissen voraus.

Überall geht ein früheres Ahnen dem späteren Wissen voraus.

Bedeutung

Humboldt beschreibt eine erkenntnistheoretische Ordnung: Intuition, Ahnung und Spürsinn kommen überall und stets vor dem systematischen Wissen. Das Ahnen ist keine unwissenschaftliche Schwäche, sondern der erste Schritt jeder Erkenntnis. Erst wer sich traut zu ahnen, schafft den Raum für späteres Verstehen. Das Zitat rehabilitiert das Vorgefühl als legitimen Teil wissenschaftlicher und menschlicher Erkenntnisprozesse. Humboldt spricht aus Erfahrung als Forscher, der Intuition mit Empirie verband.

Verwendung

Passt in Texte über Erkenntnistheorie, Wissenschaft oder die Verbindung von Intuition und Wissen. Geeignet als Einstiegszitat für Reden über Entdeckungen, Forschungsgeist oder kreative Prozesse. Auch gut in Essays über Alexander von Humboldt oder die Rolle des Unbewussten in der Erkenntnis.

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Über Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt

Über den Autor

Deutsch · 1769 - 1859

Alexander von Humboldt (1769–1859) war deutscher Forschungsreisender und Mitbegründer der Geographie als empirischer Wissenschaft, dessen Forschungsreisen ihn nach Lateinamerika, in die USA und nach Zentralasien führten.

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In über sieben Jahrzehnten wissenschaftlicher Arbeit forschte Humboldt in Feldern wie Botanik, Klimatologie, Geologie und Astronomie. Mit seinen Werken „Ansichten der Natur" und „Kosmos" erlangte er außerordentliche Popularität. Die Preußische Akademie der Wissenschaften würdigte ihn als „die erste wissenschaftliche Größe seines Zeitalters".

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