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Wo die Natur nicht will, ist die Arbeit umsonst

Spruchbild: Wo die Natur nicht will, ist die Arbeit umsonst.

Wo die Natur nicht will, ist die Arbeit umsonst.

Bedeutung

Seneca setzt der menschlichen Anstrengung eine kluge und notwendige Grenze: Wo die natürliche Voraussetzung fehlt, erzeugt Mühe keine Frucht. Das gilt für Boden, der nicht tragen kann, für Talente, die nicht vorhanden sind, oder für Systeme, die nicht bereit und empfänglich sind. Nicht Arbeit allein bestimmt das Ergebnis, sondern Arbeit in einem geeigneten und passenden Kontext. Klugheit beginnt deshalb mit der Prüfung, ob die Grundbedingungen überhaupt stimmen, bevor man investiert.

Verwendung

Als Argument für realistische Einschätzung vor großen Investitionen in Zeit, Geld oder persönliche Energie. Passt in Berufsgespräche über Eignung und Berufswahl, als Trost nach einem Scheitern, das an fehlenden Voraussetzungen lag, oder als Warnung vor Kraftverschwendung in grundsätzlich ungeeigneten Kontexten und Verhältnissen.

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Über Seneca

Über den Autor

Philosoph · Römisch · 4 v. Chr. - 65 n. Chr

Lucius Annaeus Seneca (ca. 1–65 n. Chr.) war ein römischer Stoiker, der als Erzieher und Berater Kaiser Neros dessen Herrschaft mitgestaltete und auf kaiserlichen Befehl Selbsttötung beging.

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Obwohl Seneca in seinen Schriften Verzicht und Bescheidenheit predigte, zählte er zu den reichsten und mächtigsten Männern Roms – ein Widerspruch, der ihm schon zu Lebzeiten den Ruf eines Opportunisten einbrachte. Im Jahr 55 bekleidete er ein Suffektkonsulat. Zuletzt beschuldigte ihn Nero der Beteiligung an der Pisonischen Verschwörung und zwang ihn damit in den Tod.

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